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Woher die Milch kommt

AMA-Gütesiegel-Milch und Milchprodukte sind im Verarbeitungsbetrieb aufgrund von Artikelbezeichnungen und -nummern stets eindeutig zuordenbar. Chargen sind nachvollziehbar bzw. rückverfolgbar, der gesamte Warenfluss ist dokumentiert und kontrolliert. Die Herkunft ist so sicher, wie klar. 
Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit, aber trotzdem, beginnen wir dort wo alles beginnt: Eine Kuh gibt erst dann Milch, wenn sie ein Kalb bekommt. Der sorgsame Umgang mit der Mutter und dem Kalb ist dabei selbstverständlich und wird auch kontrolliert.

Die Milchkuh hat schon als Kalb ein wichtiges Merkmal erhalten, mit dem sie ein Leben lang identifiziert werden kann. Die Ohrmarke. Neu geborene Kälber müssen laut Gesetz mit einer elektronischen Ohrmarke am linken Ohr und einer konventionellen am rechten Ohr gekennzeichnet werden. Eine 9-stellige Nummer auf den Ohrmarken ist eine Mischung aus persönlicher ID-Card und Datenbank-Kennnummer. Alle relevanten Ereignisse im Leben des Tieres werden automatisch erfasst. Zum Beispiel, wird der Verkauf eines Tieres über eAMA, dem Internetserviceportal der AMA, elektronisch in einer Datenbank erfasst. Für jedes Rind wird gleichzeitig ein Tierpass, also eine Art Ausweis, bei der AMA geführt. In diesem scheinen die genauen Daten auf, die an die Rinderdatenbank gemeldet wurden. Also auch, dass das weibliche Kalb von letztem Jahr, heuer eine Milchkuh geworden ist. 

Lebt diese Milchkuh und alle weiteren Kühe ihrer Herde auf einem der AMA-Gütesiegel-Bauernhöfe – es gibt rund 26.000 davon in Österreich – dann muss die Milch den zahlreichen hohen Vorgaben der AMA-Richtlinien entsprechen. Die gesamte Kette von der Rohmilch der Kuh bis zur Konsummilch ist genauestens dokumentiert und kontrolliert. Das gilt in Folge auch für alle Milchprodukte.

Es versteht sich von selbst, dass AMA-Milchbäuerinnen und -Milchbauern ihre Tiere ordentlich halten, sie mit hochwertigem Futter versorgen und auf besondere Hygiene beim Melken achten. (Nur weil immer wieder die Frage gestellt wird, wie es sein kann, dass Milch heutzutage so viel länger frisch bleibt, als noch vor einigen Jahrzehnten: Das liegt ausschließlich an der, im Vergleich zu früher wesentlich verbesserten Hygiene.) 
 

Gleich nach dem Melken wird die frisch gemolkene Milch im Milchtank gesammelt und rasch gekühlt. Der Transport der Milch in die Molkerei erfolgt regelmäßig, meist im Rhythmus von ein bis zwei Tagen. Unter anderem tragen vor allem Fahrer von Sammelwägen eine große Verantwortung in der Lieferkette. Ihre Milchtransporter verfügen über eine entsprechende technische Ausstattung, die es ermöglicht, dass alle Hygienestandards der Milch eingehalten werden. Das elektronische System im Sammelwagen speichert zunächst die Daten des Lieferanten durch einen Identifikationschip am Milchtank. Die genaue Milchmenge wird erfasst und automatisch eine Milchprobe gezogen. So können eventuelle Verunreinigungen genau lokalisiert werden. Die Daten sind samt und sonders eindeutige Herkunftsnachweise: diese Milch wurde auf einem österreichischen AMA-Gütesiegel-Bauernhof gemolken. 

Verarbeitung und Abpackung von AMA-Gütesiegel-Milch und Milchprodukten müssen ebenfalls in Österreich erfolgen. Im Molkereibetrieb wird die Milch noch bevor sie übernommen wird, erneut auf Qualitätsmerkmale und Herkunft geprüft. Erst wenn außerdem alle Lieferscheinvermerke vollständig und übereinstimmend vorhanden sind und ohne Beanstandungen, darf die Milch vom Milchtankwagen an die Molkerei abgegeben werden.
AMA-Gütesiegel-Milch und Milchprodukte sind im Verarbeitungsbetrieb aufgrund von Artikelbezeichnungen und -nummern stets eindeutig zuordenbar. Chargen sind nachvollziehbar bzw. rückverfolgbar, der gesamte Warenfluss ist dokumentiert und kontrolliert. Die Herkunft ist so sicher, wie klar. 

Die Flasche Milch, das Packerl Milch (das Packerl Butter, der Sauerrahm, das Stück Käse, usw.) sind klar zuordenbar. Das AMA-Gütesiegel, die Betriebsnummer der Molkerei, die Chargennummer, sie alle sind Glieder der Produktionskette. Hinter den Produkten stehen die Menschen, die stolz sind auf ihre Arbeit und auf die Produkte die sie herstellen. Vom Landwirt und der Landwirtin bis zum Verkäufer und der Verkäuferin im Geschäft. Alle reden und informieren gerne über die zahlreichen Köstlichkeiten, die auf der Basis von Milch entstehen.

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