
Das AMA-Gütesiegel für
Blumen und Zierpflanzen
AMA-Gütesiegel für Blumen & Zierpflanzen: Bedeutung
Das AMA-Gütesiegel für Blumen und Zierpflanzen kennzeichnet Beet- und Balkonblumen, Topf- und Zimmerpflanzen, Stauden und Gehölze, Gemüsejungpflanzen sowie Topfkräuter von besonderer Güte. Die Herkunftsbezeichnung zeigt die Herkunft der Pflanzen an. Alle Qualitätskriterien werden von unabhängigen Stellen kontrolliert.
Das AMA-Gütesiegel für Blumen und Zierpflanzen - Kriterien und Bedeutung
Das AMA-Gütesiegel für Blumen und Zierpflanzen steht für unabhängig kontrollierte Pflanzen von besonderer Qualität.
Regionale Herkunft sowie standortgerechte Produktion und konkrete Vorgaben zum Einsatz von Energie, Wasser und Pflanzenschutzmitteln sind zentrale Kriterien der Auszeichnung. Sie stehen im Zentrum umfassender Kontrollen, die entlang der gesamten Herstellungs- und Vermarktungskette durchgeführt werden.
Regionale Herkunft
Pflanzen mit dem AMA-Gütesiegel und der Herkunftsbezeichnung AUSTRIA sind in dieser Region gewachsen. Sie wurden nachweislich hier getopft, kultiviert, sortiert und verpackt.
Standortgerecht gewachsen
Blumen und Zierpflanzen mit dem AMA-Gütesiegel sind unter den klimatischen Bedingungen der jeweiligen Region gewachsen. Standortangepasste Pflanzen sind besonders vital.
Höhere Qualität
Die Anforderungen der AMA-Richtlinien garantieren höhere als die gesetzlichen Qualitätsstandards. Pflanzen mit dem AMA-Gütesiegel müssen möglichst frei von Schädlingen, Krankheiten und Verletzungen sein.
Außerdem vorgeschrieben sind ein gutes Wurzelbild und ausreichende Standfestigkeit. Abgestorbene Pflanzenteile müssen fachgerecht entfernt werden. Eine optimale Düngeversorgung gewährleistet, dass sich die Pflanzen zu Hause gut weiterentwickeln.
Schon gewusst, ...
... dass aktuell rund 16 Betriebe am AMA-Gütesiegel für Blumen und Zierpflanzen teilnehmen?
Vorgaben zu Energie- und Wassermanagement
Die Richtlinie sieht Vorgaben zur Dokumentation des Energieverbrauchs und zum Wasser- und Energiemanagement vor. Die Gärtnereien müssen aufzeichnen, wo und wofür Energie verbraucht wird, und daraus Maßnahmen zur Verbesserung der betrieblichen Energieeffizienz auf Grundlage dokumentierter Verbrauchsdaten ableiten.
Gleiches gilt für die sorgsame Nutzung von Wasser. Auch dazu muss ein Konzept vorliegen. Fachleute unterstützen die Betriebe beim Wasser- und Energiemanagement; die Betriebe dokumentieren Verbrauchsdaten und leiten daraus betriebsbezogene Maßnahmen ab.
Einsatz von Pflanzenschutzmitteln
Pflanzenschutzmittel dürfen nur nach den geltenden Zulassungen und AMA-Gütesiegel-Vorgaben eingesetzt werden; Anwendung und Lagerung müssen dokumentiert und kontrolliert werden. Auch dann gelten strenge Auflagen.
Pflanzenschutzmittel müssen sicher gelagert, ihre Anwendung genau dokumentiert werden. Die Richtlinie enthält Vorgaben und Schulungspflichten zur Verringerung von Abdrift bei der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen einschlägige Schulungen und Weiterbildungen nachweisen können.
Unabhängige Kontrollen
Verpflichtende Kennzeichnungen und Dokumentationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette sorgen für lückenlose Nachvollziehbarkeit. Alle Produktionsschritte werden regelmäßig durch unabhängige und fachlich geschulte Kontrollorgane überprüft.
Welche Blumen und Zierpflanzen können das AMA-Gütesiegel tragen?
Die AMA-Richtlinie für Blumen und Zierpflanzen umfasst Kriterien für verschiedene Pflanzen-Kategorien.
Schnittblumen und Christbäume sind vom Geltungsbereich ausgenommen. Für diese gibt es zurzeit keine ausreichende Möglichkeit einer lückenlosen Nachvollziehbarkeit der Herkunft.
Beet- und Balkonblumen
Topf- und Zimmerpflanzen
Stauden und Gehölze
Gemüsejungpflanzen und
Topfkräuter
Welche Betriebe können mit dem AMA-Gütesiegel für Blumen und Zierpflanzen ausgezeichnet werden?
Zierpflanzenbau
Alle nicht winterharten Pflanzen mit Zierwert (Blüte, Blatt, Frucht) werden im Gartenbau als „Zierpflanzen” bezeichnet. Dazu gehören das gängige Beet- und Balkonblumensortiment sowie Schnittblumen und Zimmerpflanzen.
Die Zierpflanzenbetriebe sind der stärkste Zweig des österreichischen Gartenbaus. Die meisten Gärtnereien verkaufen an Endverbraucherinnen und Endverbraucher. Diese Betriebe beschäftigen neben Gärtnerinnen und Gärtnern auch Floristinnen und Floristen, die in der Gärtnerei produzierte Pflanzen und Blumen zu attraktiven Blumenarrangements verarbeiten.
Baumschulen
Baumschulen sind auf die Vermehrung und Kultivierung von Gehölzen für den Freilandanbau spezialisiert. Es werden hauptsächlich Sträucher und Bäume kultiviert. Da auch Stauden (nicht verholzende, mehrjährige Pflanzen) im Freiland gepflanzt werden, bieten die meisten Baumschulen auch ein Sortiment an Stauden an.
Viele dieser Produktionsbetriebe verkaufen auch an Endverbraucherinnen und Endverbraucher. Einige haben sich innerhalb der Branche zusätzlich spezialisiert: Es gibt zum Beispiel Rosenschulen, Alleebaumschulen, Forstbaumschulen, Obstbaumschulen usw.
Staudengärtnereien
Diese Betriebsform ist eng mit den Baumschulen verwandt. Allerdings sind Stauden nicht verholzt und gehören daher eher zum Zierpflanzenbereich. Stauden für den heimischen Hausgarten müssen frosthart sein, und werden wie die Ware der Baumschulen im Freiland produziert.
Staudengärtnereien sind spezialisierte Betriebe, die meist ein sehr umfangreiches Sortiment an Pflanzen für die unterschiedlichsten Gartenstandorte anbieten. Kundinnen und Kunden finden hier z. B. Pflanzen für die unterschiedlichsten Licht- und Bodenverhältnisse, Stein-, Steppen- und Wüstengärten, Sumpf- und Teichanlagen, Unterpflanzungen von Gehölzen, ...
Häufig gestellte Fragen zum AMA-Gütesiegel für Blumen und Zierpflanzen

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