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AMA-Masterplan Schwein

Frage: Wie viele Entscheidungsträger braucht es, um das Ende der viel diskutieren Vollspaltenböden in der Schweinehaltung nach den Richtlinien des AMA-Gütesiegels beschließen zu können? Antwort: Am besten alle!

Also versammelten sich alle am 20. Juli in Graz, um eine wichtige Richtungsentscheidung zu treffen. Im Rahmen der Tagung des Fachgremiums zur Richtliniengestaltung der AMA-Schweinefleischproduktion definierten die Experten der AMA, gemeinsam mit Vertretern der Landwirtschaft, der Schlacht- und Zerlegebetriebe sowie des Lebensmitteleinzelhandels, die Zukunft der Schweinehaltung im AMA-Gütesiegel-Programm. 
Zusätzlich zum Ende der Vollspaltenböden in Schweinemastbetrieben, wurden weitere tierwohl- und umweltrelevante Richtungsentscheidungen getroffen. 

Die Meilenstein der Beschlüsse:

  1. 100 Prozent mehr Platz im Stall: Mit sofortiger Gültigkeit bietet die AMA ein zusätzliches, freiwilliges Modul für „Mehr Tierwohl“ mit doppelt so viel Platz im Stall an. Ein Angebot an Landwirte und Konsumenten, denen das bestehende Modul (+60 Prozent Platz) nicht ambitioniert genug ist. Eingestreute Liegeflächen sind in beiden Modulen vorgeschrieben.
  2. Vervierfachung des Anteils von Schweinen aus biologischer Haltung und aus den freiwilligen „Mehr Tierwohl“ AMA-Gütesiegel-Modulen. Das macht bis 2030 eine Million „Mehr Tierwohl-Schweine“ jährlich. 
  3. Vollständige Einbindung aller Zuchtsauen- und Aufzuchtbetriebe in das AMA-Gütesiegel-Programm bis Ende 2026. 
  4. Erhöhung des österreichischen Selbstversorgungsgrades mit Eiweißfuttermitteln (alle Tierkategorien) auf 90 Prozent bis 2030. Einen Beitrag dazu leistet die  Reduktion der Importe von Übersee-Soja um 50 Prozent! 
  5. Kontinuierlicher Umbau aller Ställe von AMA-Gütesiegel Betrieben. Ende 2032 gibt es hierzulande keinen AMA-Gütesiegel Schweinemastbetrieb mehr, der Vollspaltenböden hat.
     
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