AMA
Konsumenten

Obst, Gemüse & Speiseerdäpfel

Richtlinie & Informationen für Obst, Gemüse & Speiseerdäpfel

Das AMA-Gütesiegel garantiert bei Obst, Gemüse und Speiseerdäpfeln ein geschlossenes Qualitäts- und Kontrollsystem entlang der gesamten Produktions- und Lieferkette – vom Landwirt über die Packstelle bis zum Lebensmittelhandel. Die Anforderungen für Landwirte sind in der AMA-Gütesiegel-Richtlinie "Obst, Gemüse, Speiseerdäpfel" festgelegt. Ihre Einhaltung wird von unabhängigen Kontrollstellen überprüft. Die AMAG.A.P. Zertifizierung der landwirtschaftlichen Betriebe ist die Basis für die AMA-Gütesiegel-Produktion. G.A.P. steht hierbei für Gute Agrarpraxis. Sie fußt auf den Richtlinien des Internationalen Qualitätssicherungsprogramm GLOBALG.A.P.

Richtlinie

AMAG.A.P.

Die Ansprüche der Konsumenten und des Lebensmittelhandels hinsichtlich Lebensmittelsicherheit, Produktqualität und Nachvollziehbarkeit steigen. Um diesen Ansprüche zu genügen, entwickelte FoodPLUS GmbH in Zusammenarbeit mit den wichtigsten europäischen Handelsketten ein internationales Qualitätssicherungsprogramm namens GLOBALG.A.P. Dieses basiet auf den Prinzipien der Guten Agrarpraxis.

Nach intensiver Abstimmung mit Branchen- und Interessenvertretern sowie den Experten von GLOBALG.A.P. wurde 2005 das umfangreiche Anerkennungsverfahren (Benchmarking) bei der GLOBALG.A.P.-Betreiberorganisation FoodPLUS GmbH abgeschlossen. Damit gehören die AMAG.A.P. Produktionsbestimmungen zu den benchmarked Equivalent Standards and Schemes of GLOBALG.A.P. Scope Fruit and Vegetables.

Durch die Aufnahme der GLOBALG.A.P-Kriterien in die AMA-Richtlinien, können auch kleinere und nicht in Erzeugergruppen organisierte Betriebe teilnehmen und so die Anforderungen des Handels erfüllen.

Die AMA-Marketing bildet die Plattform und vernetzt die Qualitätssicherung über alle Vermarktungsstufen. Jährlich erfolgen rund 3.000 Vor-Ort-Kontrollen durch akkreditierte Kontrollstellen und mehr als tausend Analysen durch ein zugelassenes Labor. Durch den modernen Stand der Technik können Labors bis zu 600 Wirkstoffe nachweisen und messen. Stichprobenartige Überkontrollen und Begleitung von Kontrollstellen (Witness- und Officeaudits) sichern Glaubwürdigkeit der unabhängigen Kontrollen zusätzlich ab.

Hier finden Sie Informationen zu AMAG.A.P. Hygiene und Schulungen in Zeiten von Covid-19. Die "Checkliste für Betriebe zum Schutz von MitarbeiterInnen und dem Betrieb" wurde uns vom Branchenverband Obst und Gemüse und dem Bundesverband der österreichischen Gärtner zur Verfügung gestellt.

Hier können Sie die aktuellen Unterlagen für die Saison 2021 herunterladen:

 

Kontrollen

Bei den Vor-Ort-Kontrollen der landwirtschaftlichen Betriebe, die jährlich durchgeführt werden, ist es die Aufgabe der speziell für den Standard AMAG.A.P. akkreditierten Zertifizierungsstellen die gesamten Anforderungen des Standards zu überprüfen.

Im Vordergrund stehen vor allem eine hohe und nachvollziehbare Qualität der Produkte unter Einbeziehung der gesamten Produktionsprozesse. Der Standard deckt folgendes ab:

  • Produktqualität und –Sicherheit
  • Rückverfolgbarkeit
  • Betriebs- und Personalhygiene
  • Arbeitssicherheit
  • Umweltbelange

Aktivitäten vor der Ernte wie Bodenbewirtschaftung, Düngung, Pflanzenschutzanwendung sind dabei genauso berücksichtigt wie auch die Produkthandhabung nach der Ernte.

Bei allen Anforderungen wird die korrekte Dokumentation im Büro des Betriebes und die Umsetzung der betrieblichen Anforderungen am Hof überprüft.

Das Ergebnis der Kontrolle wird in einem Abweichungsprotokoll festgehalten. Wenn die Anforderungen des AMAG.A.P. Programmes erfüllt sind, erhält der Landwirt für seine angemeldeten Produkte ein Zertifikat, auf dem die 13-stellige GGN (GLOBALG.A.P. Nummer), die Gültigkeitsdauer sowie der –bereich (Kultur, Handhabungsschritte) ausgewiesen ist.


Zusätzlich können dann in der Datenbank von GLOBALG.A.P. die Abnehmer der Produkte  aus dem In- und Ausland jederzeit mit der 13-stelligen GGN den Zertifizierungsstatus der Teilnehmer am AMAG.A.P. abfragen und auch die Papierzertifikate haben den gleichen Status wie die der GLOBALG.A.P. Option I.

Bei einer Aussetzung oder Entzug des AMAG.A.P. Zertifikates, ist eine Lieferung im Rahmen des AMA-Gütesiegelprogrammes nicht mehr zulässig. Erst nach Überprüfung der Umsetzung der Korrekturmaßnahmen im Rahmen einer Nachkontrolle kann die Zertifizierung wieder aktiviert werden.

Für das Rückstandsmonitoring werden zweistufige Stichprobenpläne erstellt. Die erste Stufe umfasst Blattproben während der Vegetation („Prozessproben“), auf der zweiten Stufe werden die Ernteprodukte selbst analysiert. Auch das Labor, welches die Proben analysiert, wird regelmäßig unter die Lupe genommen.

Mit dem AMAG.A.P. Rückstandsmonitoring für Obst, Gemüse und Speiseerdäpfel wird der korrekte Einsatz der Pflanzenschutzmittel überprüft. Dafür werden sowohl Blattproben direkt vom Feld, als auch die geernteten Produkte analysiert. Die Blattproben kontrollieren die korrekte Verwendung der national zugelassenen Wirkstoffe. Die geernteten Produkte müssen innerhalb der Höchstgehalte der EU VO 396/2005 und der ARfD-Werte liegen, damit sie in den Verkauf gelangen dürfen.

Die Ergebnisse der Rückstandsdatenbank werden laufend ausgewertet. Sie erlauben uns ein effizientes Risikomanagement, das heißt wir können Stichprobenumfang und Probenarten rasch verändern.

Eine Schlüsselrolle bei den Analysenergebnissen kommt dabei dem ausgewählten Labor zu. Für das AMA-Gütesiegel-Programm Obst, Gemüse, Speiseerdäpfel ist ein österreichisches Labor neben dem Referenzlabor der AGES zugelassen.

Seit 2010 erfolgen Laborkompetenztests durch Lach und Bruns. Im Zuge dieser Tests werden die Analyse-, Beurteilungs- sowie Beratungskompetenz der Laboratorien evaluiert. Mindestens einmal pro Jahr werden verdeckte Proben mit genau dotierten Wirkstoffen an die Labore zur Analyse verschickt. Die Labore müssen die Wirkstoffe korrekt analysieren und die zugesetzten Gehalte bestimmen.

Darauf aufbauend gibt es Laboraudits, die den Ablauf von der Probenübernahme bis zum Ausstellen des Prüfberichtes unter die Lupe nehmen. Überprüft werden die Funktionalität der Laborräume und deren Ausstattung, die Probenaufbereitung und analytische Qualitätssicherungsmaßnahmen über alle Bereiche.

Um die Qualität kontinuierlich zu steigern, erhalten die Labore einen Bericht mit Maßnahmenplan, der umgesetzt werden muss. Das stellt sicher, dass für die AMA nur die besten Labore tätig sind.

Wissenswertes

Übersichtlich erklärtRÜCKSTANDSMONITORING

Mit 3.000 Kontrollen und mehr als tausend Produktanalysen wird die hohe AMA-Güte abgesichert. Bei zwei Drittel aller Proben im Jahr 2013 wurden keine Rückstände nachgewiesen und es gab keine gesetzliche Überschreitung der Höchstwerte.

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Hygiene, Schulung und HACCPHYGIENEMERKBLATT

Gute Hygiene- und Herstellungspraxis sowie ein Eigenkontrollsystem werden immer wichtiger, auch am landwirtschaftlcihen Betrieb als Primärproduzenten. Die überarbeitete Version des Hygiene-Merkblatts hilft Ihnen bei der Umsetzung der gesetzlichen und den AMA-Anforderungen.

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Die Erbse im ErbsenhaufenGENAUESTE LABORANALYSEN

Gezielter Pflanzenschutz und effiziente Ausbringungstechnik sind das Um und Auf. Das wird beim Rückstandsmonitoring unter die Lupe genommen. Blatt- und Fruchtproben werden dabei auf rund 600 Substanzen analysiert. Die Genauigkeit ist enorm und liegt bei einer Nachweisgrenze von 0,01 Milligramm pro Kilo. Zur Veranschaulichung: Dieser Wert entspricht einer Erbse aus 100 Millionen Erbsen.

Dokumente

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AMA-Leitfaden zu COVID 1905.11.2020Öffnen AMA-Leitfaden zu COVID 19Herunterladen AMA-Leitfaden zu COVID 19
AMAG.A.P Aufzeichnungsblätter 18.01.2021Öffnen AMAG.A.P Aufzeichnungsblätter Herunterladen AMAG.A.P Aufzeichnungsblätter
AMAG.A.P Erstinformation 05.11.2020Öffnen AMAG.A.P Erstinformation Herunterladen AMAG.A.P Erstinformation
AMAG.A.P Erzeugererklärung zur Lebensmittelsicherheit05.11.2020Öffnen AMAG.A.P Erzeugererklärung zur LebensmittelsicherheitHerunterladen AMAG.A.P Erzeugererklärung zur Lebensmittelsicherheit
AMAG.A.P Gefahrenanalysen 18.01.2021Öffnen AMAG.A.P Gefahrenanalysen Herunterladen AMAG.A.P Gefahrenanalysen
AMAG.A.P Gefahrenanalyse Wasser 18.01.2021Öffnen AMAG.A.P Gefahrenanalyse Wasser Herunterladen AMAG.A.P Gefahrenanalyse Wasser
AMAG.A.P Kontrollstelleninformationsblatt 05.11.2020Öffnen AMAG.A.P Kontrollstelleninformationsblatt Herunterladen AMAG.A.P Kontrollstelleninformationsblatt
AMAG.A.P Maßnahmenplan Warenrückruf inkl. Test 05.11.2020Öffnen AMAG.A.P Maßnahmenplan Warenrückruf inkl. Test Herunterladen AMAG.A.P Maßnahmenplan Warenrückruf inkl. Test
AMAG.A.P Mengenbilanz 18.01.2021Öffnen AMAG.A.P Mengenbilanz Herunterladen AMAG.A.P Mengenbilanz
AMAG.A.P Selbsteinschätzung 18.01.2021Öffnen AMAG.A.P Selbsteinschätzung Herunterladen AMAG.A.P Selbsteinschätzung
AMAG.A.P Selbsteinschätzung als EXCEL Tabelle 18.01.2021Öffnen AMAG.A.P Selbsteinschätzung als EXCEL Tabelle Herunterladen AMAG.A.P Selbsteinschätzung als EXCEL Tabelle
AMAG.A.P. Rückstandsmonitoring05.11.2020Öffnen AMAG.A.P. RückstandsmonitoringHerunterladen AMAG.A.P. Rückstandsmonitoring
AMAG.A.P Produktionsbestimmungen Obst, Gemüse, Speiseerdäpfel05.11.2020Öffnen AMAG.A.P Produktionsbestimmungen Obst, Gemüse, SpeiseerdäpfelHerunterladen AMAG.A.P Produktionsbestimmungen Obst, Gemüse, Speiseerdäpfel
Formular - Auslagerung von Produktionsschritten05.11.2020Öffnen Formular - Auslagerung von ProduktionsschrittenHerunterladen Formular - Auslagerung von Produktionsschritten
Registrierungsantrag05.11.2020Öffnen RegistrierungsantragHerunterladen Registrierungsantrag

Ansprechpartner

Sylvia Ernstthaler

Office Qualitätsmanagement

Bereich: Obst, Gemüse, Speisekartoffeln

Tel: +43 50 3151 4492
Mag. Nicole Tröscher

Qualitätsmanagerin

Bereich: Obst, Gemüse, Speisekartoffeln

Tel: +43 50 3151 4828
DI Stefan Kunze

Qualitätsmanager

Bereich: Obst, Gemüse, Speisekartoffeln

Tel: +43 50 3151 4920
DI Genia Hauer

Bereichsleiterin Qualitätsmanagement

Bereich: Eier und Geflügel, Obst, Gemüse, Speisekartoffeln, Blumen und Zierpflanzen

Tel: +43 50 3151 4575