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Tag des Mehls

Worauf wird beim Kauf von Mehl geachtet?

Tag des Mehls: Worauf wird beim Kauf von Mehl geachtet?

Konsumentinnen und Konsumenten greifen am liebsten zu Weizenmehl
 

(Wien, 19. März 2024) Mehl darf in keiner Küche fehlen. So vielseitig wie die Anwendungsmöglichkeiten sind auch die unterschiedlichen Getreidesorten und Vermahlungsgrade. Welche Vorlieben die österreichischen Haushalte bei Mehl haben, hat die RollAMA der AMA-Marketing erhoben.

 

 

Am 20. März ist der Tag des Mehls – ein guter Anlass, um die Bedeutung dieses Grundnahrungsmittels hervorzuheben und auf seine vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen. Ob in Brot, Gebäck, Nudeln oder als Bindemittel in Saucen – Mehl ist fixer Bestandteil vieler Speisen. Jede Getreideart hat spezifische Eigenschaften, so auch die daraus entstehenden Mehle von Weizen-, über Dinkel- bis Roggenmehl. Zusätzlich zur Getreideart wird noch zwischen dem Ausmahlungsgrad (Mehltype) und dem Feinheitsgrad des Mahlprozesses (z.B. glatt, griffig und universal) unterschieden. Dadurch entstehen verschiedene Mehlsorten wie griffiges Roggen-Vollkornmehl oder glattes Weizenmehl. Wie aus dem AMA-Marktbericht (Getreide und Ölsaaten) hervorgeht, gab es im Vorjahr hierzulande 87 Mühlen, die jährlich rund 795.000 Tonnen Getreide vermahlen. Auf die zehn größten Mühlen entfallen 76 Prozent der vermahlenen Gesamtmenge.

 

Glattes Weizenmehl am häufigsten in Verwendung
Welches Mehl verwenden die österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten am liebsten und welche Getreidesorten haben für die Herstellung von Mehl eine hohe Relevanz ­– das hat die RollAMA der AMA-Marketing erhoben. 2023 kaufte ein österreichischer Haushalt laut RollAMA durchschnittlich rund 14 Kilogramm Mehl – überwiegend aus Weizen (81 %) und mit Vermahlungsgrad glatt (45 %). Neben Weizen, der sich dank seines hohen Glutengehalts besonders für die Herstellung von Brot und Gebäck eignet, werden auch andere Getreidesorten wie Dinkel und Roggen zur Herstellung von Mehl verwendet (Chart 1).

 

Altersgruppe 60+ kauft mehr Mehl
Mehl ist etwas für alle Altersgruppen, wird aber vorwiegend von älteren Haushalten gekauft: Haushalte, in denen die haushaltsführende Person 60 Jahre oder älter ist, kaufen im Schnitt 16,6 Kilogramm Mehl pro Jahr, bei den unter 39-Jährigen sind es 11 Kilogramm Mehl jährlich (Chart 2).

 

Vorlieben bei Getreidesorten
Die RollAMA hat auch erhoben, welche Rolle das Alter der haushaltsführenden Person bei der Wahl der Mehlsorten spielt. Dinkelmehl ist vor allem bei den jüngeren Haushalten beliebt: Knapp 29 Prozent der Dinkelmehl-Käuferinnen und -Käufer sind unter 39 Jahre alt, während etwas mehr als ein Drittel der Käuferinnen und Käufer von Roggenmehl 60 Jahre und älter ist (Chart 3).

 

Unterschiede in der Vermahlung
Was den Vermahlungsgrad betrifft, so gibt es auch hier unterschiedliche Präferenzen. Die mit 55,3 Prozent höchste Käuferreichweite hat glattes Mehl, gefolgt von Universalmehl mit 37,3 Prozent. Griffiges Mehl kann 29,3 Prozent der Käuferhaushalte überzeugen und Vollkornmehl 15,8 Prozent (Chart 4). Doch worin liegen die Unterschiede beim Vermahlungsgrad? Glattes und griffiges Mehl unterscheiden sich in ihrer Feinheit und dem daraus resultierenden Wasseraufnahmevermögen. Glattes Mehl hat einen höheren Ausmahlungsgrad und kann mehr Wasser aufnehmen als griffiges Mehl und eignet sich dadurch besonders gut für feine Backwaren wie Kuchen und Gebäck. Universalmehl ist eine Mischung aus glattem und griffigem Mehl und ist somit vielseitig einsetzbar. Mehl ist eine wichtige Quelle für Kohlenhydrate, Proteine, Ballaststoffe und Mineralstoffe und ist daher ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Vor allem Vollkornmehl, bei dem nahezu das gesamte Getreidekorn ausgemahlen wird, ist besonders reich an Ballaststoffen und Vitaminen.

 

Hoher Bio-Anteil
Bei Mehl gibt es also viele Aspekte und Eigenschaften, die die Qualität und den Einsatzbereich beeinflussen können. Für viele Verbraucherinnen und Verbraucher spielt außerdem Bio bei Mehl eine wichtige Rolle. Während der mengenmäßige Bio-Anteil in der Warengruppe Backwaren und Mehl insgesamt bei knapp 12 Prozent liegt, ist er bei Mehl mit 17 Prozent deutlich höher (Chart 5).

 

Einbindung ins AMA-Gütesiegel
„Mehl ist ein nicht wegzudenkender Bestandteil unserer Küche. Dafür möchten wir als AMA-Marketing auch wieder mehr Bewusstsein schaffen. Deshalb klären wir nicht nur rund um den Tag des Mehls auf unseren Social Media Plattformen verstärkt über Getreide und Mehl auf, sondern auch darüber hinaus“, sagt Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing. Mit der Einführung der Gesetzesnovelle im Jahr 2023 wurde der Weg für die Einführung des AMA-Gütesiegels im Bereich Brot, Gebäck und Getreide geebnet. Ab der Ernte 2024 werden die ersten Produkte auf den Markt kommen, die den Qualitätskriterien der neu geschaffenen AMA-Gütesiegel-Richtlinien entsprechen. Derzeit laufen die Anmeldeprozesse der Getreide-Bäuerinnen und -Bauern auf Hochtouren.

 

Über die RollAMA der AMA-Marketing
Die RollAMA (rollierende Agrarmarktanalyse) wird von der AMA-Marketing in Zusammenarbeit mit GfK und KeyQUEST Marktforschung durchgeführt. Es handelt sich um ein Haushaltspanel, bei dem 2.800 österreichische Haushalte Aufzeichnungen über ihre Lebensmitteleinkäufe führen. Erfasst werden Fleisch und Geflügel, Wurst, Milch und Milchprodukte, Käse, Obst, Gemüse, Eier, Erdäpfel, Tiefkühlprodukte, Fertiggerichte und Getreideerzeugnisse. Die Einkaufsmengen und Ausgaben dieser repräsentativ ausgewählten Haushalte werden auf die Gesamtzahl der österreichischen Privathaushalte hochgerechnet und daraus diverse Kennzahlen berechnet. Die Daten geben somit Auskunft über die Einkäufe, die für den Haushalt getätigt werden. Nicht enthalten sind Individualeinkäufe sowie der Außer-Haus-Konsum.

Kristijana Lastro

Unternehmenskommunikation

Tel: +43 50 3151 404