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Späte und kleine Erdbeer-Ernte erwartet

Die heimische Erdbeerernte startet heuer rund zwei Wochen später als im langjährigen Durchschnitt. Witterungsbedingt rechnen die Erdbeerbauern mit einer kleinen Ernte. Frostige Nächte und teils heftiger Schnee führten zu erheblichen Schäden, punktuell gibt es sogar Totalausfälle.

Burgenland
In der letzten Aprilwoche haben Frostnächte massiven Schaden im Burgenland angerichtet. Nahezu alle Obstkulturen sind geschädigt. Besonders stark betroffen ist Wiesen mit den meisten Erdbeerflächen im Burgenland. Die Experten der Landwirtschaftskammer Burgenland rechnen bei den früheren Sorten mit einem Ernteausfall von siebzig bis hundert Prozent. Bei den späteren Sorten wird der Schaden etwas geringer ausfallen.

Steiermark
In der Steiermark gehen die Obstbauexperten davon aus, dass im Freiland heuer ein Drittel der durchschnittlichen Menge geerntet werden kann. Erdbeeren aus dem Glashaus, aus Folientunneln oder von Flächen, die mit Vliesabdeckung geschützt waren, sind vom Frost nicht betroffen und stehen bereits in voller Ernte.

Niederösterreich
Nach derzeitigen Schätzungen der LK NÖ ist mit einem Minderertrag von rund zwanzig Prozent zu rechnen. Grund waren auch hier strenge Nachtfröste Ende April. Bedingt durch die Schädigung des ersten Fruchtansatzes startet die Haupternte auch hier deutlich später.

Oberösterreich
Auch in Oberösterreich wurden die Erdbeeren vom Frost geschädigt. Dennoch gibt es sowohl im Lebensmittelhandel als auch auf den Selbstpflück-Feldern genügend Erdbeeren. Flächen unter Vliesauflage stehen bereits in voller Ernte. Im Eferdinger Becken wird ebenfalls schon für den Lebensmittelhandel gepflückt. Mit 5. Juni starten die meisten Selbstpflück-Felder, ab Mitte Juni wird im südlichen Bergland und in den höheren Lagen des Mühlviertels geerntet.

Heuer besonders wertvoll
Karin Silberbauer, AMA-Marketingmangerin für Obst und Gemüse, ist dennoch zuversichtlich: „Trotz der schwierigen Situation haben die Bauern ihr Bestes getan. Dank ihrer Anstrengungen müssen wir nicht auf Erdbeeren aus der Region verzichten. Wir werden die Königin der Früchte heuer besonders wertschätzen“, so Silberbauer. Die meisten Konsumenten decken sich im Lebensmittelhandel mit Erdbeeren ein, rund 15 Prozent der Menge wird über alternative Vertriebsquellen eingekauft, beispielsweise direkt am Feld (siehe Chart).

Informationen zu den Sorten finden Sie in der Presseinformation im Anhang.