AMA - Marketing
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AMA - Marketing

Österreichs Bio-Lebensmittel haben weltweit einen guten Ruf

Deutschland ist wichtigster Exportmarkt

Österreich ist Vorreiter in der Bio-Landwirtschaft. Mehr als zwanzig Prozent der landwirtschaftlichen Fläche werden biologisch bewirtschaftet. Heimische Lebensmittel stehen für Natürlichkeit mit Tradition und sind daher im Export gefragt. Bei der Biofach in Nürnberg machen 86 österreichische Bio-Produzenten auf die hohe Qualität aufmerksam.

Der Agrar-Außenhandel hat sich seit dem Beitritt Österreichs zur EU fast versechsfacht. Im vergangenen Jahr standen Ausfuhren von mehr als zehn Milliarden Euro Importe von elf Milliarden Euro gegenüber. Der Wert der Exporte stieg 2016 um 3,2 Prozent an, die exportierte Menge verringerte sich etwas. Rund ein Drittel der weltweiten agrarischen Exporte Österreichs geht zu unseren deutschen Nachbarn, das gilt auch für Bio-Lebensmittel. Die skandinavischen Länder zeigen sich als attraktiver Markt für die heimischen Bio-Produzenten.

AMA auf der Bio-Fach
Die Biofach in Nürnberg ist die größte europäische Fachmesse für Bio-Produkte mit 2.500 Ausstellern und 41.000 Fachbesuchern. Bei der österreichischen Gruppenausstellung der WKO sind 50 heimische Aussteller auf rund 800 Quadratmetern vertreten. Insgesamt nehmen 86 österreichische Bio-Betriebe an der Biofach teil. Am Stand der AMA können interessierte Einkäufer aus aller Welt Bio-Lebensmittel österreichischer Produzenten verkosten und Gespräche mit den Herstellern führen. „Österreichische Lebensmittel stehen weltweit für Natürlichkeit und Genuss mit langer Tradition. Zusätzlich ist das heimische Angebot durch hervorragende Qualität und strenge Kontrolle hinterlegt. Das gilt ganz besonders für Lebensmittel mit dem AMA-Biosiegel“, erklärt Michael Blass, Geschäftsführer der AMA-Marketing.

Marketing-Maßnahmen für Bio im Export
Der Export ist für viele heimischen Produzenten wichtiges Standbein. Die Bio-Märkte in Europa, aber auch in den USA, Kanada oder China verzeichnen zweistellige Wachstumsraten. Viele dieser Länder können die Nachfrage nach biologischen Lebensmitteln nicht selbst decken. Die wichtigsten österreichischen Bio-Produktgruppen im Export sind Milch und Milchprodukte, allen voran Käse, sowie Fleisch und Fleischzubereitungen. Bei Bio-Äpfeln hat sich Österreich in den letzten Jahren vom Import- zum Exportland gewandelt.


„Im Fokus unserer Exportaktivitäten stehen daher stark informative Maßnahmen wie Bio-Fachmessen und Verbrauchermessen mit Genuss-Schwerpunkt in Deutschland, Italien, Frankreich und Skandinavien. Zusätzlich machen eigens geschulte Bio-Promotorinnen im deutschen Lebensmittelhandel direkt am POS mit Verkostungen Lust auf rot-weiß-rote Bio-Käsespezialitäten“, erklärt Blass.

Bio steigt im Handel und in der Gastronomie kontinuierlich
Rund sieben Prozent aller Frischeprodukte im österreichischen Lebensmittelhandel werden in Bio-Qualität gekauft. Beim Vertrieb direkt vom Bauern bzw. im Fachhandel beträgt der Bio-Anteil 22 Prozent, in der  Gastronomie liegt er bei zwei Prozent. Der Gesamteinkaufswert der biologischen Lebensmittel betrug 2015 rund 1,4 Milliarden Euro (Chart 1).

Der höchste wertmäßige Bio-Anteil im österreichischen Lebensmittelhandel entfällt auf Eier mit knapp zwanzig Prozent, gefolgt von Milch mit rund 18 Prozent. Bei Erdäpfeln, Frischgemüse, Fruchtjoghurt und Obst ist der Bio-Anteil ebenfalls zweistellig. Butter und Käse liegen mit einem Bio-Anteil von neun Prozent leicht über dem Durchschnitt aller Warengruppen, Fleisch und Wurst halten bei vier bzw. 2,6 Prozent (Chart 2).

Die Umsatzentwicklung im Lebensmittelhandel stieg in den letzten fünf Jahren in allen AMA-relevanten Produktgruppen kontinuierlich an (Charts 3 bis 5). Auch in der Gastronomie werden immer mehr biologische Zutaten verwendet, wenngleich die Bio-Anteile insgesamt auf niedrigerem Niveau liegen. 13 Prozent der für die  Gastronomie eingekauften Milch stammt aus biologischer Landwirtschaft (Chart 6). Bei Butter beträgt der mengenmäßige Anteil etwa sieben Prozent, bei Eiern fünf (Charts 7 und 8). Noch klein, aber mit steigender Tendenz ist der Bio-Anteil bei Käse sowie Fleisch in der Gastronomie (1,7 bzw. 0,4 Prozent mengenmäßig, Chart 9 und 10).