AMA - Marketing
Export:
  • DE
  • EN
  • IT

AMA - Marketing

Milch ist für Wirtschaft und Ernährung wertvoll

Morgen ist Weltmilchtag. Aus diesem Anlass macht die AMA auf die wirtschaftliche und ernährungsphysiologische Bedeutung der Milch aufmerksam.

Die Milch  macht den größten Anteil am Produktionswert der heimischen Landwirtschaft aus. Mehr als 1,1 Milliarden Euro Wertschöpfung erwirtschaften die Milchbauern und damit rund ein Sechstel der Produktionsleistung (Chart 1). Auch für den Handel sind Milch und Milchprodukte eine verlässliche Größe. Alleine im Lebensmitteleinzelhandel werden 1,5 Milliarden Euro mit diesem Segment umgesetzt (Chart 2).

„Die Milchbranche erbringt eine enorme Leistung entlang der gesamten Kette. Sie ist aus dem heimischen Wirtschafts- und Wertschöpfungsgefüge nicht wegzudenken. Hinterlegt mit einer ganzheitlichen Qualitätssicherung auf Ebene der Landwirtschaft und der Molkereien, entstehen konkrete Werte, für die wir die Konsumenten sensibilisieren − anlässlich des Weltmilchtages ganz besonders“, erklärt  Michael Blass, Geschäftsführer der AMA-Marketing in einem Pressegespräch.

20 Prozent Spezialmilch
Seit 1990 hat sich die Struktur der landwirtschaftlichen Milchviehhaltung stark verändert. Die Anzahl der Milchkühe ist um vierzig Prozent zurückgegangen, höhere Leistungen pro Kuh ließen die Produktion insgesamt wachsen (Chart 3). Mehr als zwanzig Prozent der angelieferten Rohmilch entsprechen den Kriterien für Heu- und/oder Biomilch, Tendenz steigend (Chart 4).

 „Dieser hohe Anteil an Spezialsortimenten unterstreicht die konsequente Qualitätsphilosophie der heimischen Landwirtschaft, die sich bei den Verarbeitern fortsetzt. Gentechnikfreie Fütterung und die fast ausschließliche Anlieferung der höchsten Rohmilch-Qualitätsklasse sind einzigartig in Europa. Diese Werte wissen unsere Milchverarbeiter auch im Export exzellent zu nutzen“, so der Chef der AMA-Marketing.

ESL-Milch: von 0 auf 48 Prozent in 14 Jahren
Der Pro-Kopf-Einkauf von Trinkmilch ist seit Jahren rückläufig (Chart 5). „Das liegt in erster Linie an der Einführung von ESL-Milch. Die Konsumenten können die Milch nun länger frisch genießen“, erklärt Blass die Auswertungen des AMA-Haushaltspanels*). ESL-Milch nimmt inzwischen knapp die Hälfte des Trinkmilchmarktes ein. Ein Drittel der Menge wird als Frischmilch gekauft, rund zwanzig Prozent als Haltbarmilch (Chart 6). Jedes sechste im Lebensmittelhandel gekaufte Packerl Milch stammt aus Bio-Produktion (Chart 7).

6,6 Euro pro Monat für Trinkmilch38 Euro gibt ein durchschnittlicher Haushalt für Milch und Milchprodukte pro Monat aus, davon entfallen 6,6 Euro auf Trinkmilch. 15 Euro werden für Käse ausgegeben (Chart 8). Milch ist der Top-Seller im Kühlregal und führt das Mengenranking an, Joghurts und Milchmischgetränke folgen (Chart 9). Der langfristige Vergleich zeigt die große Vorliebe für Naturjoghurt und Käse. Sowohl mengen- als auch wertmäßig gab es seit 2003 jedes Jahr eine Steigerung der Nachfrage. Fruchtjoghurts, Margarine, pflanzliche Fette und Schmelzkäse nehmen in der Gunst der Konsumenten kontinuierlich ab (Chart 10).

Fruchtjoghurt und Butter stark aktioniert
Der Preisunterschied zwischen ESL-Milch und Frischmilch wird tendenziell kleiner.  Die Preise für H-Milch variieren aktionsgestützt sehr stark (Chart 11), weil der Aktionsanteil bei dieser Milchsorte rund vierzig Prozent beträgt. Die langfristige Auswertung der RollAMA-Zahlen zeigt auch, dass Milch und Milchprodukte generell stärker aktioniert werden als in der Vergangenheit. Rund vierzig Prozent an Fruchtjoghurt und Butter kaufen die Konsumenten als preisgünstiges Schnäppchen. Bei Käse beträgt der Aktionsanteil dreißig Prozent, Milch ist mit 13 Prozent Anteil am wenigsten stark verbilligt (Chart 12)

AMA-Milchsymposium zum Stand der Wissenschaft
Die AMA nutzt den Weltmilchtag, um auf den Stellenwert von Milchprodukten in einer ausgewogenen Ernährung aufmerksam zu machen und in die Wertediskussion einzusteigen. „Die Sensibilität für Ernährungsthemen nimmt zu, Zivilisationskrankheiten und Allergien befinden sich auf dem Vormarsch. Immer öfter wird auch Milch in diesen Zusammenhängen genannt. Wir haben internationale Experten aus Ernährung und Medizin gebeten, den aktuellen Stand der Wissenschaft zu erläutern. Das AMA-Milchsymposium stellen wir unter das Motto: Wie zeitgemäß ist Milch noch?“, erläutert Blass eine der vielen Kommunikationsmaßnahmen. Die Beiträge der Referenten sind unter www.amainfo.at frei verfügbar. Klassische TV-Spots und Inserate unterstützen die Promotion rund um den Weltmilchtag.