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Bio-Einkäufe steigen weiter

Bei der Biofach in Nürnberg machten die rot-weiß-roten Bio-Produzenten auf die hohe Qualität aufmerksam.

Wien/Nürnberg (16. Februar 2015) – Österreich ist Weltmeister in Sachen Bio-Landwirtschaft. Rund zwanzig Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Österreichs werden biologisch bewirtschaftet. Heimische Lebensmittel stehen für Natürlichkeit mit Tradition und sind daher im Export gefragt. Bei der Biofach in Nürnberg machten die rot-weiß-roten Bio-Produzenten auf die hohe Qualität aufmerksam.



Bildtext (vlnr): Fritz Prem, Obmann „Von Herzen Bio“, BioAUSTRIA-Obmann Rudi Vierbauch,  Helga Willer vom FIBL Schweiz und AMA-Marketing-Chef Michael Blass machen auf der BioFach in Nürnberg auf das Marktpotenzial heimischer Bio-Lebensmittel aufmerksam. Fotocredit: AMA/APA/KarmannWeitere Fotos zum kostenlosen Download finden Sie hier...

Eier, Erdäpfel und Milch sind die Bio-Renner in Österreich

Rund sieben Prozent aller Frischeprodukte im österreichischen Lebensmittelhandel werden in Bio-Qualität gekauft. Sowohl mengen- als auch wertmäßig legen Bioprodukte im langfristigen Trend zu. Das Plus von 19 bzw. 40 Prozent seit 2009 beweist den Erfolg (Chart 1). Die umsatzstärksten Bioprodukte sind Milch und Milchprodukte sowie Eier (wertmäßige Betrachtung, Chart 2).

Der höchste Bio-Anteil im österreichischen Lebensmittelhandel entfällt auf Eier mit rund 17 Prozent, gefolgt von Milch und Erdäpfeln. Bei Joghurt, Butter, Obst und Gemüse wird eines von zehn Produkten in Bio-Qualität gekauft. Käse liegt mit einem Bio-Anteil von rund acht Prozent im Durchschnitt aller Warengruppen, Fleisch und Wurst halten bei drei bzw. knapp zwei Prozent (Chart 3).

Jeder sechste österreichische Landwirt ist Bio-Bauer
Rund 21.000 Bio-Bauern in Österreich sorgen dafür, dass Bio einen Platz in der Mitte der Gesellschaft eingenommen hat (Chart 4). Die biologische Landwirtschaft hat in Österreich eine besonders lange Tradition. 1927 wurde der erste Bio-Landwirt offiziell registriert, rund 400 „Bioniere“ sorgten in den Achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts dafür, dass die ersten Naturkostläden bestückt werden konnten. Die große Bio-Umstiegswelle  folgte in den 1990er Jahren, als eine heimische Supermarktkette in allen Filialen Bio-Lebensmittel in die Regale aufnahm. Dadurch konnten Angebot und Nachfrage besser aufeinander abgestimmt werden und die Bio-Landwirte hatten sichere, langfristige Abnahmequellen. Der Erfolg gab dem ambitionierten Versuch recht: Nur wenige Jahre später führte jede Handelskette eine eigene Biomarke im Sortiment.