AMA - Marketing
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Wer war zuerst da...

Columbus oder das Ei?

Wer ist das wahre Genie? Der rhetorisch talentierte Seefahrer oder das von ihm angeblich so rüde behandelte Hühnerei? Ein packendes Duell zum Welt-Ei-Tag.

Auf der einen Seite ein Seemann aus Genua, dem es gelang, Amerika wiederzuentdecken. Wieder-, denn Amerika war schon häufiger entdeckt worden. Unter anderem von seinen Ureinwohnern und von den Wikingern. Also eigentlich nichts Besonderes. Weshalb es wieder vergessen worden war.

So ähnlich scheinen das wohl auch jene spanischen Granden empfunden zu haben, die nach Columbus’ Rückkehr im Jahr 1493 zu Kardinal Mendoza kamen, um mit dem angeblichen Entdecker der neuen Welt zu speisen. „Amerika entdecken? Hätte ja jeder machen können“, wurde ihm sinngemäß gesagt. Einfach gen Westen segeln und dann immer geradeaus. ‚Nun, wenn das so ist’, dachte sich Columbus, und bat die Anwesenden, eine kleine Aufgabe zu lösen. Auf der anderen Seite das Ei. An der überragenden Bedeutung, die das Ei für die Menschheit hat, herrschte zu keiner Zeit Zweifel. Nicht nur sein Geschmack, sein Nährwert und seine unübertreffliche Vielseitigkeit in der Küche sprechen für das Ei. Das Ei ist auch ein wichtiger Bestandteil in vielen Bräuchen und Kulturen weltweit. Ostern ist da nur das bekannteste Beispiel. Die alten Ägypter, aber auch die antiken Griechen und Römer glaubten daran, dass die Welt selbst aus einem Ei hervorgegangen ist. Nicht aus einem Hühnerei, das wäre sich von der Größe her nicht ganz ausgegangen, sondern aus einem Welten-Ei.

In Österreich kommen nahezu alle heimischen Eier aus Bio-, Freiland- und Bodenhaltung. Die Teilnahme der Legehennenbetriebe am AMA-Gütesiegelprogramm, einem streng kontrolliertem 360° Qualitätssicherungssystem, garantiert erstklassige Produktionsbedingungen und Produkte. Wichtig und gut für die Legehennen. Wichtig und gut für die Menschen. Denn das Ei ist ein wichtiger Nährstofflieferant. Da wäre erwartungsgemäß einmal das Eiweiß, von dem übrigens mehr im Eigelb als im Eiweiß enthalten ist. Außerdem enthalten Eier abgesehen von Vitamin C alle Vitamine. Darunter auch das fürs Nervensystem wichtige Vitamin B12 (ein Ei enthält rund 38% des Tagesbedarfes eines Erwachsenen) und das vor allem im Winter notwendige Vitamin D. Ferner enthalten Eier zwölf Mineralstoffe, elf Aminosäuren und sieben Lipide. Das ist nicht nichts.

Columbus bat die Anwesenden, ein gekochtes Ei auf den Tisch zu stellen. Ein schöner Gedanke, wie sich die hohen Herren im Spanien des 15. Jahrhunderts abmühen, das Ei so hinzustellen, dass es auch tatsächlich stehen bleibt. Natürlich gelingt es keinem. Also, so lautet die Schlussfolgerung, ist es unmöglich. Das haben vielleicht auch einige gedacht, als die AMA damit begonnen hat, die Eierdatenbank aufzubauen. Heut weiß man in Österreich, dass und wie gut sie funktioniert. Maximale Transparenz in Bezug auf alle Details der Produktion und des Produkts. Ei für Ei kann man in wenigen Sekunden feststellen, von welchem Bauernhof die Eier kommen, und unter welchen Bedingungen die Tiere dort gehalten werden. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist ohnehin aufs Ei gestempelt.

Nachdem also alle Gäste von Kardinal Mendoza vergeblich versucht hatten, das Ei hinzustellen, war die Reihe an Columbus, es zu versuchen. Seine Lösung des Problems ist hinlänglich bekannt. Er drückte die Eierspitze gerade so weit ein, dass das Ei auf dem Tisch stehen konnte. Eine tolle Geschichte, aber sie ist wohl wesentlich älter als Columbus. Geben wir ihm also zwei Genie-Punkte für immer geradeaus fahren und (angeblich) Amerika entdecken.

Dann geben wir dem Ei je einen Punkt für Nährwert, Nährstoffe, Geschmack, Vielseitigkeit und noch je einen Extrapunkt für Inspiration zu lebensbejahender Mythologie und schmackhaftem Brauchtum. Bei der Frage wer das wahre Genie sei, das Ei oder Columbus, ist der vorläufige Endstand somit: 6:2 fürs Ei.

Quod erat demonstrandum!

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