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Weinverkostung war gestern

Käsekrainer essen wie die Profis

Wer kennt das nicht? Man hat beschlossen gemeinsam zu grillen und eh man sich's versieht, philosophieren die Grillmeister, tatsächliche oder selbstberufene, neben dem vorbereiteten Fleisch schon über die perfekte Zubereitungsart. Vielleicht liegt es am Feuer, vielleicht am Hantieren mit scharfen Messern: Klar ist nur, dass es vielen beim Grillen oftmals um die Ehre geht. Wer es wagt, sich in diese Diskussionen einzuschalten, sollte einige Jahre an Erfahrung im Steak und Würstel Wenden mitbringen.

Freilich: Würstel zubereiten können ist das eine – die zubereitete Wurst auch fachgerecht bewerten zu können das andere. "Schmeckt's?" – "Eh gut!" ist Anfängerkonversation. Zum Glück haben wir da etwas vorbereitet: Mit Hilfe der AMA-Käsekrainer-Bewertungsskala wird das Gustieren gebratener Würste zu einer Kunst, die bald schon an das Niveau von Weinverkostungen heranreicht.

Wie bewertet man als Experte die nämliche Käsekrainer? Fünf Kriterien werden herangezogen, um zu vergleichbaren Ergebnissen zu gelangen. Und wie sich zeigt, gibt es so einiges zu bewerten noch bevor man überhaupt reinbeißt in die Wurst:

1.     Produkt außen:
Einmal gut anschauen: Ist die Räucherfarbe gleichmäßig und die Hülle intakt? Weder darf die Wursthaut irgendwo geplatzt sein, noch Beläge auf oder Hohlräume unter der Hülle aufweisen.

2.     Produkt innen:
Hierfür schneiden wir die Wurst auf: Ist das Brät homogen und das Schnittbild klar? Sind die Gewürze und auch der Käse gleich verteilt? Auch hier sorgen Hohlstellen und unregelmäßige Farben für Punktabzüge.

3.     Geruch:
Bitte einmal schnuppern: Riecht die Wurst nur allgemein nach Wurst oder charakteristisch nach Käsekrainer? Als solche kennzeichnet sie ein erkennbares Raucharoma, das nicht ins Säuerliche spielen darf. Dabei soll sie frisch riechen und natürlich nicht einmal im Ansatz ranzig, dumpf oder gar schimmelig.

4.     Konsistenz und Textur:
Nun darf zugebissen werden. Ganz wichtig dabei: Knackig sollen die Käsekrainerscheiben dank der geräucherten Haut sein, aber weder zu hart, noch zu weich und keinesfalls gummiartig. Unzerkaubare Teile sind hier unerwünscht. Die ideale Käsekrainer kann als sehr soziale Wurst gelten, denn Bindung und Zusammenhalt müssen ebenfalls vorhanden sein - auseinanderfallen darf sie nicht.

5.     Geschmack: 
Und nun genüsslich kauend kosten - somit sind wir beim Geschmack angekommen. Auch hier soll das charakteristische Raucharoma spürbar sein. Für die volle Punktzahl bringt eine Käsekrainer außerdem die Geschmacksnoten Fleischig, Würzig, Salzig und Frisch mit auf den Gaumen.

Wer bei dieser Lektüre Lust bekommen hat und selbst zum Käsekrainerkenner aufsteigen will, kann die Bewertungsskala gleich hier herunterladen und beim nächsten Grillfest unauffällig auslegen:

Download: AMA-Käsekrainer-Bewertungsskala (PDF, 51 KB)

Wir wünschen guten Appetit und sind gespannt auf eure Erfahrungen!

P.S.: Erst unlängst in Wien kam die Käsekrainer-Bewertungsskala im großen Stil zum Einsatz. Rechtzeitig zur Grillsaison wurden 28 Käsekrainer – von Mini bis ausgewachsen, von Schwein und Rind bis zur Pute – damit getestet*.
Das Ergebnis war erfreulich: Zwei Drittel der Produkte wurden mit sehr gut bewertet. Mit Käsekrainern ist man hierzulande also sehr gut bedient.
Bei Produkten mit AMA-Gütesiegel kann man zudem sicher sein, dass das Fleisch, der Speck und der Käse darin auch aus Österreich kommen und nur Muskelfleisch, aber niemals Separatorenfleisch, verwendet wurde.

* Der Test wurde in Kooperation von AMA und dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) durchgeführt, alle Testergebnisse wurden am 26.7.2018 im KONSUMENT 8/2018 veröffentlicht.

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