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Von Pelargonien und Geranien

1., 2., 3. und ein Stamperl



Die Pelargonie ist besser unter ihrem volkstümlichen Namen "Geranie" bekannt. Manche meinen eher: "berüchtigt". "Pelargonie", das klingt apart mediterran – aus gutem Grund. Es leitet sich vom griechischen "pelargós", Storch ab, was logisch erscheint, wenn man bedenkt, dass es sich um eine Pflanze aus der Gattung der Storchschnabelgewächse handelt. Bei "Geranie" denkt man eher an die Blumenkästen der zwideren Alten nebenan, die immer stundenlang gekeppelt hat, wenn mal wieder der Ball über den Zaun geflogen war.

Eine Assoziation, die der Geranie nicht gerecht wird. Schließlich hatte auch Oma Blumenkasten- oder auch -kübel voll davon. Eingefasst in einen schmiedeeisernen Käfig wohlgemerkt. Der schützte vor genau nichts, sollte aber als Signal verstanden werden, dass die Finger der Enkelkinder dort nicht erwünscht waren. Schon gar nicht durften die feurig leuchtenden Blüten abgezupft werden, egal wie prächtig sich diese in einer im Spiel angerührten Blumensuppe von wundervoller Scheußlichkeit ausmachten. Schließlich blühten Omas Geranien im Wettlauf gegen den Hunger der Spinnmilben und Schmetterlingsraupen. Weitere, menschliche Konkurrenz wurde daher nicht geduldet.

Sind gar Blumensuppen der Grund, weswegen die Pelargonie eine sehr robuste Gartenpflanze ist? Radiogärtner Johannes Käfer bezeichnet sie gar als "unschlagbar", meint das aber nicht körperlich, sondern in Bezug auf den vergleichsweise geringen Aufwand, der für ein prächtiges Blütenmeer betrieben muss. Der ist hinreichend beschrieben mit: erstens, zweitens, drittens und ein Stamperl.

Erstens muss ein Sonnenplatz her, zweitens möchte die Pelargonie immer genug zu trinken haben und drittens mag sie trotzdem nicht mit den Wurzeln im Wasser stehen. Dazu kommt regelmäßig ein Stamperl handelsüblicher Flüssigdünger. Das sollte reichen, um die Pelargonie glücklich zu machen. Auch die gefürchteten Schädlinge können ihr wenig anhaben, wenn diese Grundbedingungen stimmen.

Zum Schluss – und nur Ihnen persönlich, nicht weitersagen – sei das allergrößte Geheimnis dieses Storchschnabelgewächses verraten: Zwar leuchten die Pelargonien besonders schön von einem Traditionsbalkon oder aus einer mächtigen, schmiedeeisernen Einfassung hervor, aber (aufgepasst!) für eine volle Sommerblütenpracht ist weder das eine, noch das andere erforderlich. Jetzt das Geheimnis: Wildes, gar verrücktes Experimentieren mit neuen, moderneren Pflanzgefäßen wurde vom Zentralrat der Geranienbetrachter ausdrücklich erlaubt.

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