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Warum er kein Käse ist

Analogkäse

Analogkäse verhält sich zu Käse, wie „Liebe allein“ zu „Liebe zu zweit“. Es fehlt eigentlich alles worauf es ankommt, aber mit etwas Kenntnis der Materie lässt sich was machen, dass zumindest als Platzhalter verwendet werden kann. Veganer werden da energisch widersprechen, denn sie genießen Analogkäse nicht anstelle von…, sondern überhaupt.

Analogkäse ist kein Käse. Er ist ein Käseimitat.

Seine zwei wichtigsten Eigenschaften sind, erstens: Er wird nicht aus Milch hergestellt. Allererstens: Er ist kostengünstiger zu produzieren als Käse. Die anderen Gründe für seine Existenz sind ethisch/moralische (Veganer) und lebensmitteltechnische (schmilzt genau bei XY°C und verbrennt im Ofen nicht).

Damit Analogkäse das alles ist und kann was er ist, wird er aus einem Gemisch von Fetten, Stärke, Farbstoffen, Geschmacksverstärkern, Wasser, Aromazusätzen und Emulgatoren zusammengebastelt. Dann muss er auch nicht mehr monatelang reifen, braucht keine Liebe und Pflege. Er kann unmittelbar über Fertigpizzen und andere Convenienceprodukte gestreuselt werden.

Allerdings darf er in Österreich nicht Käse genannt werden. Der Gesetzgeber sieht für ihn poetische Bezeichnungen wie: „Pflanzenfett-Eiweißzubereitung zum Schmelzen“ vor. Dabei könnte es sich auch um etwas handeln mit dem man seine Schuhe imprägniert. Analogkäse-Handelsnamen wie "Pizza-Mix" klingen wenigstens wie etwas, mit dem man seine Hosen versaut.

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