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Die Margarine

Welchen Einfluss haben Lebensmittel auf unsere Blutwerte?


(© Johannes Hloch)

Als billiger Butterersatz fürs Militär vor rund 150 Jahren in Frankreich erfunden, war die Margarine lange Inbegriff des Arme-Leute-Lebensmittels. Erst in den 1960er Jahren begann eine groß angelegte Marketingstrategie das Blatt zu wenden. Margarine wurde als leichter und gesunder Gegenentwurf zur Butter positioniert und als Beitrag zur Cholesterinsenkung propagiert.

Mittlerweile weiß man: Cholesterin ist nicht per se „schlecht”, sondern wesentlicher Bestandteil unserer Körperzellen und wichtiger Baustein für zahlreiche Stoffwechselvorgänge. Es wird zur Bildung von Gallensäure ebenso benötigt wie für die Produktion von Hormonen und Vitamin D. Den Großteil des benötigten Cholesterins produziert der menschliche Organismus selbst, der Rest wird über die Nahrung aufgenommen. Für den Transport durch die Blutbahn ist das Cholesterin auf Transportvehikel, die Lipoproteine, angewiesen. Während unerwünschte Lipoproteine (LDL) dafür verantwortlich sind, dass Cholesterin an den Gefäßwänden haften bleibt und zu Gefäßverkalkungen führen kann, „säubern” erwünschte Lipoproteine (HDL) die Gefäße und bringen das abgelagerte Cholesterin wieder zurück zur Leber.

Wie auch immer, die Ernährungswissenschaftlerin Theres Rathmanner lässt sich die Butter nicht vom Brot nehmen, weiß sie doch, dass ein gesunder Organismus grundsätzlich über ein Regulationssystem verfügt, um Cholesterinwerte in Balance zu halten. Beste Voraussetzung dafür: eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung.

zitiert nach: Klingbacher, E., R. Geßl, A. Martos, B. Köcher-Schulz in „Vier Farben Bio - Ausstellungskatalog Bio-Wissensmarkt No. 1-4“, Freiland Verband, 2018; bestellbar unter office(at)freiland.or.at

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