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Die Milchkanne

Wie wird aus Bergwiesen Milch gemacht?


(© Reinhard Geßl)

Egal ob nostalgisch angehaucht für das „Milchholen” Ab Hof oder hochmodern in großen Abmessungen: die Milchkanne transportiert immer ein wertvolles Gut. Schließlich ist Milch nicht nur reich an wertvollen Inhaltsstoffen – die Milchproduktion ist für die Landwirt/innen mit viel Arbeit verbunden und bedeutet für die Kühe Höchstleistung: So müssen für nur einen Liter Milch 500 Liter Blut durch das Euter fließen. Dass Milch nicht gleich Milch ist, hat oft mit Haltung und Fütterung zu tun: Werden die Tiere im Stall gehalten oder dürfen sie regelmäßig auf die Weide? Bekommen sie vor allem Kraftfutter oder werden sie mit faserreichem Grundfutter versorgt?
Heinz Gstirs Bio-vom-Berg-Kühe fressen jedenfalls hauptsächlich Raufutter wie Gras, Klee oder Heu und bewegen sich viel an der frischen Luft. Auf Weiden und Almen sind sie während der Sommermonate großteils selbst für ihre „Menüplanung” zuständig. Dies ist ein Gewinn für alle Beteiligten. Die Tiere genießen Futter und Bewegung an der frischen Luft, pflegen dabei eine vielseitigen Kulturlandschaft und liefern Milch bester Qualität: Eine Kuh, die, wie in der Biolandwirtschaft üblich, vorwiegend Raufutter frisst und sich regelmäßig an der frischen Luft bewegen kann, produziert ökologisch nachhaltige Milch, die meist intensiver schmeckt und deutlich mehr qualitativ hochwertige Fettsäuren enthält als die Milch von Kühen, die große Mengen an Maissilage und Kraftfutter fressen. Das heißt, ob die Kuh auf der Weide oder im Stall steht, ist längst nicht nur eine Frage der Tierhaltung.

zitiert nach: Klingbacher, E., R. Geßl, A. Martos, B. Köcher-Schulz in „Vier Farben Bio - Ausstellungskatalog Bio-Wissensmarkt No. 1-4“, Freiland Verband, 2018; bestellbar unter office(at)freiland.or.at

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