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Das Balkonkisterl

Ist das Gärtnern in der Stadt ein Lifestyle-Phänomen?


(© Reinhard Geßl)

Der kleinste Garten ist ein Topf – oder ein Balkonkisterl. Ob Chilis im Topf, Himbeeren in Pflanzsäcken, Petersilie und Basilikum im Balkonkisterl – Urban Gardener, die etwas auf sich halten, schaffen es auch auf kleinster Fläche, Gemüse, Obst und Kräuter zu kultivieren. Der Aspekt der Selbstversorgung spielt dabei zwar auch, wohl aber nur eine untergeordnete Rolle. Die Ansätze der Stadtgärtner/innen unterscheiden sich jedenfalls klar von denen klassischer Schrebergärtner/innen. Der Garten als weltabgewandtes Refugium im Privaten war gestern. Urbanes Gärtnern ist meist partizipativ und gemeinschaftsorientiert. Die urbanen Gartenaktivitäten eröffnen ungeahnte Perspektiven auf den Lebensraum Stadt, sie stiften Gemeinsamkeit und schaffen Netzwerke. Der Garten wird zu einem Ort der Begegnung, wo sowohl Wissen und Erfahrungen geteilt als auch Früchte und Jungpflanzen getauscht werden.

Andrea Heistinger weiß, wie Obst, Gemüse und Kräuter mit einfachen Mitteln und geringem monetären Aufwand Balkone, Dächer oder Hinterhöfe in vielseitige Bio-Nutzgärten verwandeln – grüner Daumen vorausgesetzt. Und, was eigentlich viel wichtiger ist, sie ist überzeugt, dass Menschen, die liebevoll und engagiert Pflanzen und Gemüse > aufziehen”, einen anderen Blick auf das Leben gewinnen.

zitiert nach: Klingbacher, E., R. Geßl, A. Martos, B. Köcher-Schulz in „Vier Farben Bio - Ausstellungskatalog Bio-Wissensmarkt No. 1-4“, Freiland Verband, 2018; bestellbar unter office(at)freiland.or.at

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