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Der smarte Kreislauf des Lebens

Ist Nachhaltigkeit messbar?


(© Johannes Hloch)

Der Begriff „Nachhaltigkeit” wird heutzutage inflationär und uneinheitlich gebraucht. Die Zahl nachhaltigkeitsorientierter Siegel und Zertifikate wird immer größer und schafft Verwirrung bei Konsument/innen.

Wie gut, dass da das FiBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau) eine Methode entwickelt hat, die Nachhaltigkeitsleistungen von landwirtschaftlichen Betrieben und Unternehmen im Lebensmittelbereich transparent und umfassend bewertet. Diese sogenannte SMART-Methode beruht auf den Nachhaltigkeits-Leitlinien der FAO, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen. Diese berücksichtigen 58 Themenbereiche in den vier Nachhaltigkeits-Dimensionen Ökologie, Ökonomie, Soziales und Unternehmensführung und decken damit ganzheitlich alle Aspekte der Nachhaltigkeit ab. Um Nachhaltigkeit in der Lebensmittelproduktion wirklich umfassend abzubilden, reicht es schließlich nicht aus, einzelne Faktoren wie den Ausstoß von Treibhausgasen abzubilden. Vielmehr muss der gesamte Verantwortungsbereich eines Betriebes bewertet werden: Dazu zählen unter anderem alle Betriebszweige, aber auch alle ökologischen und sozialen Auswirkungen, die in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette z.B. durch den Zukauf von Futter- und Düngemitteln entstehen.


Auch für Stephan Pöchtrager ist die Bewertung des smarten Kreislaufs des Lebens ein wichtiges Instrument, um Nachhaltigkeit transparent zu messen und einen aktiven Beitrag zu den internationalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen zu leisten.

zitiert nach: Klingbacher, E., R. Geßl, A. Martos, B. Köcher-Schulz in „Vier Farben Bio - Ausstellungskatalog Bio-Wissensmarkt No. 1-4“, Freiland Verband, 2018; bestellbar unter office(at)freiland.or.at