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Das regionale Bio-Essen

Warum beim Genießen in die Ferne schweifen?


(© Johannes Hloch)

Während „Bio” durch die EU-Verordnung klar geregelt ist und die Definition von „Saisonalität” der Kalender vorgibt, ist der Begriff der Regionalität eher schwammig. Anders als bei „bio”, wo klare Gesetze und umfassende Konzepte eine nachhaltige Lebensmittelproduktion gewährleisten, gibt es derzeit nämlich noch kein einheitliches Verständnis und keine umfassenden Richtlinien, was unter „regional” genau zu verstehen ist. Viele Konsument/innen vertrauen bei „Regionalität” daher vor allem auf Gefühle und romantische Vorstellungen.

Anders Josef Floh, der für seinen beispielhaften Umgang mit regionalen Ressourcen bekannt ist. Für ihn sind Regionalität, Saisonalität und Nachhaltigkeit nicht zu trennen. Diese Überzeugung setzt er konsequent und kompromisslos in seiner Küche um und hat auch einen Namen dafür gefunden: Für das Konzept „Radius 66” suchte und fand er in seiner Umgebung eine Vielzahl engagierter Produzent/innen. Mittlerweile bezieht er den Großteil seiner Produkte aus einem Umkreis von 66 Kilometern – von mehr als 70 Lieferant/innen, die seiner konsequent regionalen, saisonalen und nachhaltigen Linie entsprechen.


Der Wunsch nach Authentizität, Handwerk und persönlichem Bezug zu Produkt und Produzent/innen ist bei immer mehr Konsument/innen vorhanden.

Da Regionalität allein noch kein Nachhaltigkeitskonzept ist, darf man sich beim Einkauf durchaus an Josef Floh orientieren und am besten auf das Dreigespann bio, regional und saisonal setzen.

zitiert nach: Klingbacher, E., R. Geßl, A. Martos, B. Köcher-Schulz in „Vier Farben Bio - Ausstellungskatalog Bio-Wissensmarkt No. 1-4“, Freiland Verband, 2018; bestellbar unter office(at)freiland.or.at

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