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Der Nachhaltigkeitsrechner

Lässt sich unser kulinarischer Genuss berechnen?


(© Johannes Hloch)

Weltweit ist die Lebensmittelproduktion, also Landwirtschaft und Ernährung, mit bis zu 30 % am Klimawandel beteiligt. Intensive, flächenunabhängige Tierhaltung, Produktion und Einsatz mineralischer Stickstoffdünger und Landnutzungsänderungen – also die Umwandlung von Grünland oder (Tropen)Wald in Ackerland - sorgen für hohe Treibhausgasemissionen (THGE). Allein die 125 Millionen- Tonnen Stickstoffdünger, die weltweit pro Jahr erzeugt werden, setzen 800 Millionen Tonnen CO₂ frei. Auch sauberes Wasser wird zu einem immer knapperen Gut. Etwa 70 % des globalen Süßwassers dienen allein der landwirtschaftlichen Produktion.

Während die intensive Landwirtschaft hinsichtlich Klimawandel und globalen Wasserverbrauch viel stärker zur Verantwortung gezogen werden müsste, bietet der Biolandbau durchaus Lösungen an. Zu diesem Schluss kommt Nachhaltigkeitsexpertin Isabella Gusenbauer: Der Verzicht auf mineralische Stickstoffdünger, die Bindung großer Mengen an CO₂ im Boden durch Humusaufbau, eine artgemäße Tierhaltung sowie der sparsame Einsatz nicht erneuerbarer Ressourcen tragen zur guten Klimabilanz des Biolandbaus bei.

Auch durch eine ausgewogene Ernährung mit saisonalen Bio-Lebensmitteln aus der Region, weniger Fleisch, mehr Obst und Gemüse sowie durch die Vermeidung von Lebensmittelabfällen können Hunderte Kilogramm THGE und zigtausende Liter Wasser pro Person und Jahr eingespart werden. Der Nachhaltigkeitsrechner hilft dabei anschaulich und einfach bei der Entscheidungsfindung.

zitiert nach: Klingbacher, E., R. Geßl, A. Martos, B. Köcher-Schulz in „Vier Farben Bio - Ausstellungskatalog Bio-Wissensmarkt No. 1-4“, Freiland Verband, 2018; bestellbar unter office(at)freiland.or.at