AMA - Marketing
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Der Bio-Paragraph

Wie werden Lebensmittel verordnungsgemäß Bio?

(© Reinhard Geßl)

Was Bio ist, was Bio kann und was Bio verspricht ist durch die EU-Bio-Verordnung genau definiert. Die Richtlinien sind detailliert und umfangreich, alle Lebensmittel, die in der EU als Bio ausgelobt auf den Markt kommen, unterliegen den gleichen strengen Vorgaben.

Die Einhaltung aller Vorschriften wird mindestens einmal jährlich von staatlich anerkannten, unabhängigen Kontrollstellen überprüft. Dem Kontrollverfahren werden lückenlos alle Betriebe unterzogen, die pflanzliche oder tierische Produkte erzeugen, aufbereiten oder importieren und diese mit dem „Bio”-Hinweis vermarkten. Das Bio-Kontrollsystem ist damit eines der dichtesten und wirksamsten im Agrar-, Futter- und Lebensmittelbereich. Verstöße werden – entsprechend der Schwere des Vergehens – geahndet. Paul Axmann sieht die Herausforderung der EU-Bio-Verordnung als Gemeinschaftsprojekt mitunter darin, die unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Länder und Akteur/innen – von den Landwirt/innen bis zum Handel – zu berücksichtigen und gleichzeitig die hohen Ansprüche an Bio zu garantieren. Durch eine regelmäßige Adaptierung, die auch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt, kann dies aber sichergestellt werden.

Wenn auch die detaillierten gesetzlichen Vorgaben sozusagen den Kern der biologischen Landwirtschaft sichern – verstehen lässt sich der Biolandbau nur ganzheitlich und umfassend, weshalb die zahlreichen weiteren Argumente für Biolebensmittel den Rahmen hier sprengen würden.

zitiert nach: Klingbacher, E., R. Geßl, A. Martos, B. Köcher-Schulz in „Vier Farben Bio - Ausstellungskatalog Bio-Wissensmarkt No. 1-4“, Freiland Verband, 2018; bestellbar unter office@freiland.or.at

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