
Mutterkorn
Der Mutterkornpilz ist eine Form des Schimmelpilzes und extrem giftig für Mensch und Tier. Von unseren geläufigen Getreide Kulturen ist Roggen die am häufigsten betroffene Kultur, denn Roggen ist ein Fremdbefruchter. Roggen muss daher von fremden Pollen bestäubt werden. Diese Abhängigkeit führt zu einer längeren Blütezeit als bei den Selbstbestäubern. Der Befall einer Ähre ist dann besonders groß, wenn es während der Blütezeit übermäßig regnet und humides Klima herrscht.
Die befallenen Körner sind deutlich von den gesunden zu unterscheiden – sie sind größer und sehr dunkel. Früher, vor allem im Mittelalter, fielen viele Menschen dem Verzehr von Brot mit Mutterkorn zum Opfer. Heute ist eine Vergiftung jedoch gänzlich ausgeschlossen. Sollte sich Mutterkornpilz durchgesetzt haben, wird das befallene Korn mit Hilfe moderner Technologien bei der Kontrolle erkannt und entsorgt.
Foto: © Shutterstock / Matthias Jiury Rabbione
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