AMA
Teilnehmer

Das AMA-Gütesiegel bei Milch und Milchprodukten

Milchprodukte
Die gesamte Produktionskette von der Rohmilch zur Trinkmilch und zu den Milchprodukten ist in die Qualitätssicherung eingebunden. Alle Milchbauern, die am AMA-Gütesiegel teilnehmen, sind verpflichtet, auf hohe Rohmilchqualität durch besondere Hygiene bei der Milchgewinnung und eine schnelle Kühlung zu achten. Strenge Richtlinien gelten auch für die Fütterung und Anwendung von Tierarzneimitteln. Die AMA-Gütekriterien liegen über den gesetzlichen Standards. Beispielsweise gilt bei den mikrobiologischen Anforderungen eine absolute Nulltoleranz hinsichtlich Listerien oder Salmonellen. Auch die chemisch-physikalischen Anforderungen sind strenger, zum Beispiel bei der Streichfähigkeit von Butter. Milch und Milchprodukte mit dem AMA-Gütesiegel müssen der ersten Güteklasse entsprechen. Auch am Ende der Mindesthaltbarkeitsfrist muss diese Top-Qualität gewährleistet sein. Das wird im Rahmen von Sensoriktests regelmäßig überprüft. 

Joghurt
Natur- und Fruchtjoghurt, das mit dem AMA-Gütesiegel ausgezeichnet wurde, entspricht höchsten Qualitätskriterien.
Damit Joghurt das AMA-Gütesiegel erhält, muss von der Milch, aus der es hergestellt wird, über den Fruchtgehalt bis zu den wertvollen Joghurtkulturen alles AMA-Gütesiegel-konform sein. Die Milch für Joghurt mit dem AMA-Gütesiegel stammt ausschließlich von Bauern, die nach den Richtlinien der AMA arbeiten und ihre Kühe gentechnikfrei füttern. Bei Fruchtjoghurt müssen mindestens sieben Prozent Früchte enthalten sein. Bei Trinkjoghurt mit Früchten ist der Mindestfruchtgehalt fünf Prozent. Die Mindestanzahl der lebenden Joghurtkulturen ist genau festgelegt. Auch sie muss regelmäßig überprüft werden. Beim Naturjoghurt sind das mindestens zehn Millionen Mikroorganismen pro Milliliter, bei Fruchtjoghurt mindestens eine Million bis zum Ende der Mindesthaltbarkeit.

Haltung
Für Milchbauern gibt es klare Vorgaben, zum Beispiel wie viel Liegefläche pro Tier zur Verfügung stehen muss. Die Erhaltung der Eutergesundheit ist oberstes Gebot.

Futter
In Österreich werden die Kühe überwiegend mit Futter aus der Region versorgt. Ein Großteil des Futters stammt vom eigenen Hof. Wird ergänzendes Futter zugekauft, muss es als „pastus+ AMA-Gütesiegel tauglich“ gekennzeichnet sein. Gentechnik ist in der österreichischen Milchviehhaltung tabu. Strenge Kontrollen garantieren, dass Milchkühe nur gentechnikfreies Futter bekommen.

Kühlkette
Die Kühlkette beginnt auf dem Bauernhof. Von dort weg darf sie nicht mehr unterbrochen werden. Das gilt in der Molkerei genauso wie im Handel.

Milchtransport
Entscheidend beim Transport der Milch vom Bauernhof zur Molkerei ist eine geschlossene Kühlkette und kurze Wege. Im hofeigenen Kühltank wird die Milch auf 6°C abgekühlt. Während des Transports in die Molkerei wird die Qualität überprüft. Anhand der Fahrpläne lässt sich nachvollziehen, von welchen Bauern die angelieferte Milch stammt.

Hygiene
Gerade bei Milch ist absolute Hygiene entscheidend. Das AMA-Gütesiegel gibt von der Stallhygiene bis zur Lagerung klare Kriterien vor. 
 

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