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Wo liegt der Unterschied?

Silomilch vs. Heumilch

Nun ließe sich ganz spitzfindig sagen: Die Antwort ist bereits in der Frage enthalten. Aber hinter der Frage steht eine weitere, nämlich die, ob es qualitative Unterschiede zwischen diesen beiden „Milchen“ gibt. „Milchen“, denn um Milchsorten im eigentlichen Sinn des Wortes handelt es sich ja nicht. Es geht um die Futtermittel der Kühe, und welchen Einfluss sie auf die Milch haben. Fressen Kühe Silage, also Gras, welches im Silo zu einer Art „Kuh-Sauerkraut“ vergoren wurde, spricht man von Silomilch. Umgekehrt ist luftgetrocknetes Gras ohne Gärung nichts als das gute alte Heu. Solange es um die Milch selbst geht, ist zwischen diesen beiden kein schmeckenswerter Unterschied feststellbar. Schaut aus wie Milch, riecht wie Milch, schmeckt wie Milch, ist Milch. Gut!

Wird die Milch zu Käse weiterverarbeitet, ist es jedoch so, dass bei Heumilch die Gefahr von Fehlreifungen durch Clostridien geringer ist als bei Silomilch. Clostridien (da gibt es eine ganze Großfamilie dieser Biester), sind Bakterien, die auch Gas erzeugen und so Käse bei der Reifung schädigen können. Sollten Sie also käsen wollen, greifen Sie besser zur Heumilch. Sollten Sie Milch genießen wollen, greifen Sie einfach zur Milch Ihrer Wahl: Roh-, Voll-, Leicht-, Mager-, laktosefrei und was es sonst noch so alles gibt.

Aufgepasst: Bezeichnungen wie Schokoladen-, Frühstücks- oder Erdbeermilch lassen keinen Rückschluss auf den Speiseplan der Tiere zu!