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Omas Familienrezept für Rahmsuppe

Ein Winter wie damals


Wenn es um Kindheitserinnerungen aus Omas Küche geht, steht die Mühlviertler Rahmsuppe bei mir ganz oben. In Linz mit der Oma unter einem Dach aufgewachsen, kam dieses oberösterreichische Traditionsgericht immer wieder auf den Tisch. Eine Zeit lang habe ich mich nicht getraut, diese Suppe nachzukochen, wahrscheinlich aus Angst vor Enttäuschung, wenn es nicht haargenau so gut schmeckt, wie damals. Es gibt sicher Oma-Spezialitäten, die mir nicht exakt das erhoffte, altbekannte Geschmacksergebnis bringen. Aber im Fall der Rahmsuppe war die Angst völlig unbegründet. Sie hat hervorragend geschmeckt und erfordert weder hohe Kochkunst, noch besonderes Equipment. Das Rezept ist wirklich einfach und gelingt sicher, wenn man gute Zutaten einkauft.

Was lange währt bleibt immer gut

Dass gewisse Rezepte von Generation zu Generation weitergetragen werden, hat schon seinen guten Grund. Meine Oma hat diese Suppe selbst schon von ihrer Mutter und Großmutter zubereitet bekommen. Das Interessante an der Rahmsuppe ist, dass sie, je nachdem wo in Oberösterreich man eben ist, anders zubereitet wird. Die Menge des Sauerrahms variierte außerdem, je nachdem, wie viel man sich von der kostbaren Zutat leisten konnte.

Die Vegetarier unter den Lesern mögen mir ausnahmsweise verzeihen, sollten sie hier ein fleischloses Rezept erwartet haben. Die Frage, ob man die Rahmsuppe nicht einfach ohne Fleisch kochen kann, kann ich beantworten: Kann man schon, nur schmecken wird die Suppe nicht besonders. Unerlässlich für den Geschmack ist das Geselchte, aus dem die Suppenbasis gekocht wird. Beim Selchfleisch solltet ihr unbedingt auf gute Qualität achten, möglichst naturbelassen und ohne künstliche Zusatzstoffe.

Mühlviertler Rahmsuppe

Zutaten
:

*500 g Österreichisches Geselchtes (roh) vom Fleischhauer eures Vertrauens
*1 EL Mehl
*250 g Sauerrahm
*1 EL Pfefferkörner, ganz
*1 Knoblauchzehe
*Ein kleines Stück Sellerie, etwas Lauch
*1 l Wasser
*1 TL Kümmel
*Eine Prise Zucker
*Eventuell noch je eine Prise Pfeffer und Salz zum Abschmecken
*Ein paar Scheiben (altbackenes) Schwarzbrot

Zubereitung nach Omas Familienrezept
:

1. Das Suppengemüse kleinschneiden, mit Wasser, Pfeffer und Selchfleisch in einen großen Topf geben und aufkochen lassen.

2. Auf kleiner Flamme etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde köcheln lassen, Suppe abseihen und das Fleisch in dünne Scheiben schneiden. Wir haben es dann meist mit Kartoffelpürree als Hauptspeise gegessen, aber man kann es auch als Suppeneinlage verwenden oder kalt zur Jause essen. Die Suppe kommt wieder in den Topf.

3. Knoblauch fein hacken, Sauerrahm und Mehl klumpenfrei glatt rühren. Dann langsam eine kleine Menge Suppe in die Rahmmischung rühren und alles vorsichtig unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen in die Suppe einrühren. Kümmel, Knoblauch und eine Prise Zucker dazugeben und noch einmal kurz aufkochen lassen.

4. Nach persönlicher Vorliebe eventuell noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

5. In die Suppe gebe ich geröstete Schwarzbrotwürfel. Dazu schneide ich einfach ein paar Scheiben Schwarzbrot in Würfel und röste sie in etwas Öl am Backblech oder in einer Pfanne knusprig an - Croutons sind immer eine gute Möglichkeit, Brotreste aufzubrauchen!

6. Suppe mit den Brotcroutons garnieren und gleich servieren.