AMA - Marketing
Export:
  • DE
  • EN
  • IT

AMA - Marketing

Hüft's nix, so schodt's nix

Hilft Milch mit Honig beim Einschlafen?


Viele von uns erinnern sich mit Sicherheit an Kindheitserlebnisse wie das Folgende: Nach einem tollen Ferientag bei der Oma am Land, liegt man nachts im Bett, wälzt sich hin und her und kann doch nicht einschlafen. Die liebe Großmutter zaubert daraufhin eines ihrer altbewährten Hausmittelchen hervor, dass uns sogleich in den wohlverdienten Schlaf wiegt: warme Milch mit Honig.

Aber, jetzt wo wir erwachsen sind und uns stressbedingt hin und wieder unruhige Nächte plagen, fragen wir uns, ob Milch mit Honig tatsächlich beim Einschlafen hilft oder ob es einfach nur an der Tatsache lag, dass Oma immer wusste, wie sie uns verwöhnen und beruhigen konnte. Was steckt wirklich hinter dem Mythos, dass Milch eine natürliche Einschlafhilfe ist? Liegt es daran, dass die Kühe zuviel Baldrian gegrast haben oder war alles nur starke Einbildungskraft? Und war da nicht noch etwas mit Husten und Heiserkeit?

Milch und Honig im Einsatz für die Gesundheit

Mythen und Weisheiten rund um Milch gibt es in allen Kulturen, die sich dank ihrer Nutztiere auch von deren Milch ernährten. Es werden ihr die unterschiedlichsten Eigenschaften zugewiesen, teilweise wird/wurde Milch sogar als Heilmittel eingesetzt und auch im alten Testament fand die Milch ihren Einzug, als im Buch Mose vom Land, wo Milch und Honig fließen, gesprochen wird.

Genau diese Kombination - Milch mit Honig - soll das heutige Thema sein. Sie hat es nämlich in der Tat in sich! Die zwei bekanntesten Anwendungsgebiete von Milch mit Honig sind einerseits als Einschlafhilfe und andererseits als altbewährtes Mittel gegen Reizhusten.

Milch mit Honig als Einschlafhilfe

Wie oben bereits beschrieben kennen viele Großmütter die positive Wirkung dieser Kombination. Aber woran liegt's? Ein Glas warme Milch hat viele Inhaltsstoffe und Eigenschaften, die ein ruhiges Einschlafen begünstigen können. Alleine die Tatsache etwas warmes und leicht Verdauliches vor dem zu Bett gehen zu konsumieren, hilft bereits leichten Hunger zu überwinden und so besser ins Land der Träume gleiten zu können.

Milch enthält darüber hinaus von Natur aus das Hormon Melatonin, das für einen ruhigen Schlaf sorgt. Die Konzentration ist jedoch sehr gering. Dafür ist ein zweiter Stoff in der Milch umso interessanter: Tryptophan. Dabei handelt es sich um eine Aminosäure, die der Grundstoff für die Serotoninherstellung ist. Je höher der Serotoninspiegel im Blut, desto beruhigter und entspannter fühlt man sich und schläft leichter ein.

Milch allein reicht allerdings noch nicht aus, um uns in den Schlaf zu wiegen. In Milch stecken weitere Aminosäuren, die teilweise anregend wirken. Um diese Wirkung zu mindern, muss zusätzlich schnell verwertbarer Zucker konsumiert werden - diesen Teil der Arbeit übernimmt der Honig. Dieser sorgt dafür, dass ein Großteil der Eiweißbausteine - außer Tryptophan - in Muskeln eingelagert werden und so der Weg für das Tryptophan selbst ins Gehirn frei ist.

Andere Lebensmittel-Kombinationen können dieselben Effekte auf den Schlaf-Wach-Rhythmus des menschlichen Körpers haben. Wichtig ist die Kombination aus Eiweiß und Zucker. Einen Vorteil hat ein warmes Glas Milch mit Honig aber dann doch noch: es ist im Handumdrehen zubereitet!

Milch mit Honig als Hustenstiller

Auch bei quälendem Reizhusten kann warme Milch mit Honig wahre Wunder wirken. Auf der einen Seite wirkt diese Kombination, wie oben beschrieben, auf den gesamten Körper beruhigend. Zusätzlich hilft Honig mit seiner Fülle an sekundären Pflanzenstoffen, Antioxidatien und seiner nachgewiesenen bakterienhemmenden Wirkung gegen Hustenattacken.

Eine Tatsache muss hier jedoch noch beachtet werden: Milch mit Honig sollte nur bei trockenem Reizhusten angewandt werden. Sobald der Husten mit einer Sekretbildung einher geht, sollte man auf Milch verzichten und diese eher gegen Tee tauschen.

Hilfsmittel aber kein Allheilmittel

Unsere Natur hat uns mit Milch und Honig zwei wertvolle Hilfsmittel zur Verfügung gestellt. Viele Wirkungsbereiche werden schon seit Jahrtausenden in Form von "Mythen" von Generation zu Generation weitergegeben. Die Wissenschaft hat gerade erst begonnen all diese "Hausmittel" zu überprüfen und einige konnten bisher tatsächlich wissenschaftlich bestätigt werden.

Die hier vorgestellten Hausmittel können keinen Artbesuch ersetzen und ich bitte Sie bei langanhaltenden Problemen - sei es beim Einschlafen aber auch Husten - ärztlichen Rat einzuholen. Bei den natürlichen Hilfsmitteln unserer Großmütter gilt immer noch der Grundsatz: "Hüft's nix, so schodt's nix."