AMA - Marketing
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AMA - Marketing

  • René Huemer

    RAU

    René Huemer

    Der Mensch und die Tradition.
    Das war das erste Bild, das wir im Sinn hatten.
    Das war das Ziel, das wir vor Augen hatten.
    Das war es, was wir zeigen wollen.

Das Projekt

Auf den Spuren einer alpinen Kultur. Unsere Reise zu den Sennern und ihren Familien. Das Leben auf Österreichs Almen im Rhythmus der Natur, im Rhythmus der Käseproduktion. Dieser besondere Käse, der mit dem EU-Ursprungsschutz ausgezeichnet wurde. Berge. Scharfe Ecken und Kanten wohin man schaut. Die verwitterten Häuser. Aus sehr altem Holz. Eingelebt, wie lang getragene Kleidung. Alles ist RAU - die Landschaft, die Architektur und auch die Lebensweise. Die Bilder sollten nicht farbig sein. Wir wollten kein grünes Gras fotografieren. Grünes Gras zeigt nicht, wie das Leben auf den Bergen ist. Schwarzweiß-Fotografie, weil es das Leben da oben besser zeigt.

Wir hatten eine Vorstellung davon, was wir abbilden wollen. Die speziellen Bedingungen unter denen dieser Käse hergestellt wird. Aber wir wussten nicht, was uns erwartet, wie es dort wirklich aussieht. Dann kamen wir dort an und sahen uns mit diesen unglaublichen Motiven konfrontiert. Erst hinterher wurde uns bewusst, dass wir viel mehr hatten. So viel mehr als "nur" Fotomotive:

Diese sehr spezielle Lebensweise und Kultur. Eine winzige Nische, von deren Existenz nur Wenige wissen. Deshalb war es uns wichtig, das zu dokumentieren. Zu zeigen wo Bergkäse seinen Ursprung hat. Zu erklären, was die Menschen auf sich nehmen, damit es Bergkäse geben kann.

René Huemer

Diese Leute haben mich eingeladen, an ihrem Leben, ihrer Arbeit teilzuhaben. Das bedeutet mir viel. Es ist etwas Besonderes, etwas Intimes. > Klicken um zu vergrößern <
Sie zu treffen, ihre Geschichten zu hören, sie zu dokumentieren. Diese Schönheit, die mir da präsentiert wurde – ich wollte das nicht versauen. > Klicken um zu vergrößern <
Die unterschiedlichen Charaktere der Senner prägen den Käse. > Klicken um zu vergrößern <
Manche Senner leben moderner, manche eher rustikal. Manche verwenden noch Steine um Druck auf den Käse auszuüben. Manche haben hydraulische Pressen. > Klicken um zu vergrößern <
Der Betrieb von Christians Familie hat eine lange Tradition – und ist riesengroß. > Klicken um zu vergrößern <
Christian meinte, der Betrieb sei klein. Täglich werden 6.000 Liter Milch verarbeitet. Zum Vergleich: Wirklich große Betriebe verarbeiten hierzulande täglich mehr als eine Million Liter Milch. > Klicken um zu vergrößern <
Das Leben da oben ist… > Klicken um zu vergrößern <
…kein Zuckerschlecken > Klicken um zu vergrößern <
Sobald die Sommerferien beginnen, gehen die Kinder auf den Berg; bleiben oben bis zum Almabtrieb. Auch sie stehen um fünf Uhr auf, misten den Stall aus… > Klicken um zu vergrößern <
… melken die Kühe, machen alles was anfällt. Ohne sich zu beschweren. Sie genießen die Freiheit da oben... > Klicken um zu vergrößern <
…keine Mauern, keine Begrenzungen, keine festen Schlafenszeiten. In ihrer Freizeit fahren die Kids mit Mopeds herum. Werden wie Erwachsene behandelt. Für mich klingt das nach absoluter Freiheit. > Klicken um zu vergrößern <
Als wir dort waren, benahm sich keiner anderes als sonst. Es gab keinen Grund so zu tun, als müssten sie jetzt ihre Kühe streicheln gehen. Das tun sie ohnehin. > Klicken um zu vergrößern <

Nachwort

René Huemer

Der österreichische Fotograf René Huemer zählt zu den ganz Großen seines Berufsstandes. Weltweit. Vor allem in der Musikbranche weiß man um seine besonderen Fähigkeiten. Die Rolling Stones, Rammstein, AC/DC, Kiss, David Gilmour (Pink Floyd), Metallica. Sie, die mit allen Fotografen arbeiten können, wollen mit René Huemer arbeiten. 

Ausgangslage – Ausgangsfrage

Die Mythen der Almwirtschaft. Sich um die Kühe kümmern. Melken und Käseherstellung. Alle Generationen packen mit an. Arbeiten von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Sieben Tage die Woche im Schatten von Berggipfeln und Einsamkeit. Kein Komfort. Handelt es sich dabei um letzte Relikte einer untergehenden Welt oder um zeitgemäße, weil traditionelle Lebensmittelproduktion, wie sie naturnaher nicht sein könnte? 

Ansatz

Zeigen was ist. Die Menschen, die Landschaft, die Dinge. Im Idealfall erfasst Fotografie die Wesenheit, bildet nicht nur die Oberfläche ab. René Huemer ist ein Meister darin, das Seinshafte einzufangen, es sicht- und vor allem spürbar zu machen. Seine Bilder stellen eine emotionale Beziehung zwischen Betrachter und Sujet her. 

Fünf im Westen

Gemeinsam mit seiner Partnerin und Kollegin Chérie Hansson, einer ebenfalls renommierten Fotografin und auch Filmemacherin, besuchte René Huemer fünf Senner und ihre Familien auf deren Alpen (wie man in Westösterreich sagt), respektive Almen (wie man in Ostösterreich sagt) in Tirol und Vorarlberg. 

Reduktion

Schnell kamen die beiden „Foto-Ethnologen“ mit ihren Gastgebern ins Gespräch und wurden ganz selbstverständlich in den Alltag mit einbezogen. René: „Sie öffneten sich mir und meinen Fotos, erzählten mir ihre Geschichten. Uns wurde sehr bald klar, dass das Leben da oben auf ein Minimum reduziert ist. Den Aspekt des „Reduzierten“ habe ich übernommen. Dieser scharfe Kontrast, diese Reduktion bezieht sich auf die Opfer, die das Leben dort oben den Menschen abverlangt. Das möchte ich mit diesen Bildern zeigen.“ 

Fotografisches

Mit den klimatischen Bedingungen vor Ort hatten Chérie Hansson und René Huemer nicht viel Glück. Es gab verregnete Tage und solche an denen die Sonne erbarmungslos vom Himmel brannte. Das verursachte auch technische Probleme. Zwar konnten sie zum Glück bald gelöst werden, einfacher haben sie die Arbeit nicht gemacht. René Huemer entschied sich bei diesem Projekt für eine analoge Arbeitsweise; weil ihm sonst „…das Leben in den Bildern gefehlt hätte“ wie er sagt. Er weist auch die Unterschiede in der ästhetischen Anmutung hin. Und darauf, dass es „… viel besser zur Tradition des Käsens als Handwerk passt. Es hat mehr Natürlichkeit, mehr Ehrlichkeit. Analog lebt – wie auch Käse.“

Bergkäse g.U.

Bergkäse g.U. wird aus silofreier Rohmilch direkt auf der Alpe/Alm hergestellt. Die Kühe werden morgens und abends zum Melken in den Stall getrieben. Aus der Abendmilch des vergangenen Tages und der Morgenmilch wird täglich Käse gemacht. Die über Nacht gereifte Abendmilch, vermischt mit der frischen Morgenmilch, wird auf 32°C erwärmt und mit Naturlab versetzt. Anschließend zerkleinert man die durch das Lab kontrolliert geronnene Milch wird mit einer Käseharfe. Es entsteht der Käsebruch, der dann unter Rühren auf 55°C gebracht wird. Mit Leintüchern holt man ihn aus dem Kessel, füllt ihn in eine Käseform. Durch Pressen tritt überflüssige Molke aus. Der Käse wird fest. Am nächsten Tag legt man die Laibe für zwei bis drei Tage in ein Salzbad. Zum Schluss kommt der Käse ins Lager und reift dort (sorgfältig gepflegt, ein absolutes Muss) mindestens drei Monate – bis zu zwei Jahren. Die Reifung ist ein natürlicher biologischer Prozess. Konsistenz, Aussehen und Geschmack des Käses verändern sich während der gesamten Reifezeit. Käse ist ein lebendiges Produkt. 

Österreichische Bergkäsesorten mit geschützter Ursprungsbezeichnung

Tiroler Almkäse g.U.
Dieser nach altem Rezept auf der Alm hergestellte Hartkäse entsteht ausschließlich aus Milch, die während der 90 bis 120 Tage dauernden Almsaison im Hochsommer gewonnen wird.

Tiroler Bergkäse g.U.
Tiroler Bergkäse g.U. wird aus silofreier Rohmilch gekäst. Durch die überwiegende Fütterung der Kühe mit Grünfutter und Heu aus den Tiroler Bergen entsteht erst Rohmilch, dann Käse höchster Qualität: Tiroler Bergkäse g.U.

Gailtaler Almkäse g.U.
Der Hartkäse aus den Händen von Sennerinnen und Sennern des Gailtals wird nach alter Tradition mit naturbelassener Milch auf nur dreizehn Gailtaler Almen hergestellt.

Vorarlberger Alpkäse g.U.
Die naturbelassene Rohmilch wird direkt auf den Vorarlberger Alpen von Hand zu Käse verarbeitet. Anschließend reift er mehrere Monate.  So entsteht ein Käse mit besonderer Würze.

Vorarlberger Bergkäse g.U.
Diese Käsespezialität verdankt ihren Charakter der Herstellung nach traditioneller Methode und der verwendeten Rohmilch. Durch die artenreiche Vegetation der Vorarlberger Bergwelt ist die Milch und somit der Käse außerordentlich gehaltvoll.

Weitere österreichische Milchprodukte mit geschützter Ursprungsbezeichnung

Heumilch g.t.S.
Heumilch g.t.S. ist der hochwertige Rohstoff für eine Vielfalt an Produkten. Nahezu alle geschützten Käsesorten werden aus Heumilch hergestellt. Und, von der Frischmilch selbst, über Topfen, Joghurt und Rahm, ist Heumilch g.t.S. die Basis zahlreicher weiterer köstlicher Milchprodukte.

Tiroler Graukäse g.U.
Früher wurde Milchfett an den Kaiser geliefert und dem Volk blieb nur Magermilch zum Verkäsen. Aus der Notlösung wurde eine Spezialität. Heute ist dieser fast fettfreie Sauerkäse eine sehr beliebte Tiroler Spezialität.

Die AMA-Marketing

Unternehmensziele der AMA-Marketing sind Qualitätssicherung, Informationsvermittlung und Marktbearbeitung.

Qualitätssicherung
Eine zentrale Rolle kommt der Qualitätssicherung zu. Sie integriert alle Erzeugungs-, Verarbeitungs- und Handelsstufen. Ihr Ziel besteht in der Gewährleistung von Sicherheit, Güte und Nachvollziehbarkeit der Herkunft von Nahrungsmitteln und ihren Ausgangsprodukten.

Die Qualitätszeichen der AMA sind das AMA-Gütesiegel, das AMA-Biosiegel und das AMA-Gastrosiegel. Ergänzend dazu gibt es die Herkunftskennzeichnungs- und Registrierungssysteme bos, sus, ovum und pastus+. 

Informationsvermittlung
Die Informationsstrategie der AMA-Marketing ist: Sagen was ist! Für maximale Transparenz sorgen. Informationen bereitstellen über (landwirtschaftliche) Lebensmittelerzeugung und die Bedingungen unter denen diese stattfindet. 

Marktbearbeitung
Abhängig von Zielgruppen und Märkten, Produktgruppen und Marktforschungsdaten werden Maßnahmen zur Absatzförderung gesetzt. Hinzu kommen strategische Allianzen mit Absatzmittlern sowie Exportmarketing in Auslandsmärkten.

Credits

Fotos: René Huemer
Assistenz und filmische Dokumentation: Chérie Hansson
Idee: Margret Zeiler (AMA)
Konzept: Helmut Lackner, Georg Nesch, Hannes Höttl = Team OBD (AMA)
Layout: Georg Nesch (AMA)
Redaktion: Hannes Höttl (AMA)