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Freiland-Eier

Seit 10. Jänner 2017 müssen alle Geflügelhalter in Österreich ihre Geflügelbestände im Stall halten. Das soll eine weitere Ausbreitung der Krankheit vermindern. Solange Wildvögeln die Krankheit auf Haus- und Nutzgeflügel übertragen könnten, bleibt die Stallpflicht aufrecht. Welche Auswirkungen das auf die Deklaration der Haltungsformen haben, lesen Sie hier.

FAQ zur Ei-Kennzeichnung

Was ist die Geflügelpest?

Die Geflügelpest ist eine hoch ansteckende, schwer krankmachende Form der Aviären Influenza (Vogelgrippe). Erkrankte Tiere sterben meist innerhalb kürzester Zeit.

Die Ansteckung erfolgt über Körperausscheidungen infizierter Tiere bzw. über infiziertes Material wie Eikartons oder Fahrzeuge. Wildgeflügel kann Haus- und Nutzgeflügel anstecken.

Ist die Geflügelpest für Menschen gefährlich?

Nein. Bislang ist kein Fall einer Übertragung auf den Menschen bekannt. Auch Eier und Geflügelfleisch können bedenkenlos konsumiert werden.

Warum Stallpflicht?

Seit 10. Jänner 2017 müssen alle Geflügelhalter in Österreich (gewerbliche und private) ihre Geflügelbestände im Stall halten. Das soll eine weitere Ausbreitung der Krankheit vermindern. Solange Wildvögeln die Krankheit auf Haus- und Nutzgeflügel übertragen könnten, bleibt die Stallpflicht aufrecht. 

Warum gibt es noch Freilandeier?

Die europäische Vermarktungsnorm erlaubt,  dass Eier trotz Stallpflicht zwölf Wochen als Freilandeier verkauft werden dürfen. Danach, also ab 4. April, dürfen sie weiterhin als Freilandeier bezeichnet werden, wenn zusätzlich zum Stall ein Außenklimabereich („Wintergarten“) vorhanden ist. Dieser Bereich muss mindestens 20 Prozent der Gesamtnutzungsfläche des Stalls betragen.

Wann werden Eier zu Bodenhaltungseiern?

Wenn die Legehennen ab 4. April keinen Wintergarten zum Auslauf haben, müssen die Eier als Eier aus Bodenhaltung deklariert werden. 

Wie erkenne ich die Haltung am Ei?

Jedes Ei trägt einen Stempel mit dem Erzeugercode. Die erste Zahl gibt die Haltungsform an:

1 = Eier aus Freilandhaltung

2 = Eier aus Bodenhaltung

Wie erkenne ich die Haltung auf der Verpackung?

Muss ein Landwirt oder eine Packstelle  Freilandeier als Bodenhaltungseier vermarkten und es gibt keine passende Verpackung dafür, ist ein Sticker „Vorübergehend zum Schutz der Legehennen Eier aus Bodenhaltung" auf die Freilandeierkartons zu kleben. 

Was ist mit Bio-Eiern?

Die Bio-Richtlinien schreiben vor, dass Bio-Legehennen mindestens ein Drittel ihrer Lebenszeit ständigen Zugang ins Freie haben  müssen. Legehennen werden im Schnitt eineinhalb Jahre alt, die Frist seit 10. Jänner ist daher noch weit unter der Hälfte der Lebenszeit. Bio-Eier dürfen daher noch als Bio verkauft werden (0 = Eier aus ökologischer Erzeugung).

Weiterführende Infos

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Bodenhaltung

Die Hennen können sich im Stall auf bis zu vier Ebenen frei bewegen. Bei Bodenhaltungssystemen mit einer nutzbaren Ebene haben sieben Tiere mindestens einen Quadratmeter zur Verfügung. Bei zusätzlicher Fütterung und/oder Außenscharrraum, dürfen bis zu neun Tiere pro Quadratmeter gehalten werden.

Freilandhaltung

Wenn die Bodenhaltung durch einen Auslauf ins Freie erweitert wird, spricht man von Freilandhaltung. Im Stall befinden sich Nester, Sitzstangen und Futtereinrichtungen. Die Gesamtauslauffläche in der Freilandhaltung muss mind. acht Quadratmeter pro Tier betragen, wobei eine gleichmäßige Koppelung auf vier Quadratmeter möglich ist. Wird die Koppel öfter aufgeteilt, so müssen hingegen als Gesamtauslauffläche mind. zehn Quadratmeter pro Tier zur Verfügung stehen, das heißt immer mind. 2,5 Quadratmeter je Henne.

Bio-Haltung

Es gilt das gleiche Prinzip wie bei der Freilandhaltung. Die Gruppengröße ist zusätzlich auf 3.000 Hühner beschränkt. Gefüttert wird ausschließlich mit Biofutter. Auch die Küken dürfen nur von biologischen Betrieben kommen. Durch jährliche Bio-Kontrollen wird eine Einhaltung der Auflagen sichergestellt.