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Tauwetter im Garten:

Wie erkenne ich Frostschäden?



Wenn kalte Temperaturen wie im diesjährigen Winter zu einer besonderen Herausforderung werden, können sogar grundsätzlich frostharte Pflanzen vermehrt Schäden erleiden. So lassen sich diese erkennen.

Wer in der kalten Jahreszeit seinen Biogarten mit kälterobusten Garten- und Kübelpflanzen bestückt hat, dem ist ein verbleibendes Frostrisiko vermutlich nicht unbekannt. Mit jener Rekordanzahl an Frosttagen, wie sie in diesem Jahr anfallen, war nicht zu rechnen. Laut Meteorologen gab es das letzte Mal vor dreißig Jahren so viele, und wenn ein Gartenjahr dermaßen kalt ausfällt, ist das selbst für wenig empfindliche Pflanzen eine Herausforderung.
Die Krux bei Frostschäden ist nämlich: Sind diese erst einmal vorhanden, kann dagegen wenig bis gar nichts mehr unternommen werden. Wichtig ist daher, herauszufinden, ob die eigenen Pflanzen irreversibel beschädigt sind, oder ob sie sich vom sogenannten Kältestress wieder erholen können.



Kein leichtes Unterfangen, da sich die Symptome zwar schnell zeigen können, das Ausmaß des Schadens aber oft erst spät zutage tritt. Unter anderem, wenn der letzte Schnee sich lichtet und der Frühling nicht mehr weit ist.

Klassische Anzeichen: matschiger Körper und braune Verfärbung

Dennoch gibt es einige Universalkennzeichen. „Kältestress“ zeigt sich häufig durch eine gewisse Schlaffheit und Matschigkeit des Pflanzenkorpusses, die eintreten, sobald der Frost vorbei ist. Zurückzuführen ist das auf die Zellstruktur der Pflanze, die durch die Kälte aufplatzt. Verholzung kann ebenfalls ein Anzeiger für einen Frostschaden sein.

Ein kurzfristiges Einrollen der Blätter ist prinzipiell eine „normale Reaktion“ auf eine frostige Nacht. Erholt sich die Pflanze jedoch auch nach einigen darauffolgenden frostfreien Tagen nicht mehr, und wird das Blattwerk sogar braun, besteht die Möglichkeit, dass der Frost bereits zu tief vorgedrungen ist. Bei Gartenpflanzen, die im Boden oder im Beet wachsen, sind meist nur Blätter und Äste betroffen, bei Kübelpflanzen häufig auch das Wurzelwerk.

Kaputt oder nicht kaputt? Wer Geduld und genügend Platz hat, sollte im Zweifelsfall abwarten, bevor er das Pflanzengut endgültig entsorgt. Erst wenn die Pflanze wieder austreibt, kann man feststellen, wo sie noch gesund ist und wie gut die Chancen für eine Regeneration stehen. Sind die Wurzeln verfault, ist es dafür allerdings zu spät.

Vorbeugeversuche für Frostschäden


Auch wenn die Wetterbedingungen weiterhin unbeeinflussbar bleiben, kann beim nächsten Frost eine sinnvolle Vorbeugemaßnahme sein, lichtdurchlässigen Kälteschutz für Beete und Töpfe zu verwenden – besonders zum Schutz empfindlicher Jungpflanzen. Besonders gut eignet sich dafür Vlies als Abdeckung.

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