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Länger ernten:

Hoch die Beeter!

Wer die kommende Erntesaison im eigenen Garten entscheidend verlängern möchte, sollte über ein Hochbeet nachdenken, denn das sind für ausgedehntes Gärtnern in Balkonien besonders gut geeignet.

Wer derzeit frischen Bio-Vogerlsalat aus dem eigenen Garten vermisst, kann diese Lücke im Selbstversorger-Zyklus zwar nicht mehr schließen, sehr wohl aber für die nächste Saison vorausplanen. Eine Antwort lautet hierfür: Hochbeete. Bereits im Februar kann dann es dann mit der Bepflanzung des Bio-Hochbeets losgehen!


Die erhöht angelegten Beete bringen viele Vorteile mit sich. Sie schützen die Gemüsepflanzen verstärkt vor Kälte und Bodenfrost, was eine bis zu acht Grad Celsius erhöhte Bodentemperatur gegenüber dem klassischen Gartenbeet zur Folge haben kann.
Durch den Aufbau des Hochbeetes, das großteils mit Kompost, Gartenabfällen und Laub befüllt wird, genießen die Wurzeln eine verbesserte Wärmeisolierung. Das hat zur Folge, dass Bio-Saatgut und -Pflanzen im Hochbeet nicht nur tendenziell früher reifen, sondern auch viel länger geerntet werden können. Die Höhenlage des Beets bietet außerdem zusätzlichen Schutz vor Schädlingen wie Schnecken.

Auf Holz klopfen

Woraus das ideale Hochbeet bestehen sollte? Prinzipiell sind verschiedenste Materialien geeignet. Wer ein Modell für die Ewigkeit möchte, kann zum Beispiel Stein verwenden. Für ein wieder abbaubares Exemplar bietet sich für eine Einrahmung des Hochbeets der beliebte Klassiker Holz an.
Besonders empfehlenswert ist unbehandeltes Lärchenholz, da es sehr widerstandsfähig ist und zu den preiswerteren Holzsorten zählt. Lackiertes Holz sollte nicht verwendet werden, da die Beschichtung direkt in die Erde eindringen kann.
Weitere Must-Haves für’s Hochbeet: Folie und Material zur Befestigung – gegebenenfalls ein Drahtgitter.


Gerade auf dem eigenen Balkon bietet sich ein Hochbeet aus Holz für individuelle Baulösungen sehr an. Auch gut zu wissen: Wer ein Hochbeet aus Holz wählt, darf – aber muss nicht automatisch - selbst zum Tischler werden. Es gibt auch fertige Bausätze für Holzhochbeete im Handel.
Wichtig ist sicherzustellen, dass im Hochbeet ausreichend Teich- oder Noppenfolie, rostfreies, verzinktes Befestigungsmaterial und ein geeigneter Boden für die Drainage verbaut wird.

Von den Holzbrettern zum fertigen Beet – Schritt für Schritt:

Schritt 1 – Rahmen des Hochbeets bauen:

Für ein beispielsweise rechteckiges Hochbeet, das zu den Standortbedingungen passt und der gewünschten Länge und Höhe entspricht (meist wird das Gärtnern ab einer Höhe von ca. 1 Meter als besonders angenehm für den Rücken wahrgenommen), benötigt man zunächst mehrere Bretter, um die vier Seitenteile (zwei Längsteile und zwei Quadrate) zu bauen – beim Bausatz sind diese bereits fix und fertig zusammengestellt. Für ein Hochbeet nach Maß sollte vor allem die untere Reihe der Bretter festgeschraubt werden, damit der fertige Rahmen gut hält. Für die Form des Hochbeetes benötigt man vier Eckpfosten, die die Seitenteile zusammenhalten – ein weiterer Pfosten in der Mitte der Konstruktion sorgt für zusätzliche Stabilität.

Schritt 2 –  Boden des Hochbeets wählen:

Zu diesem Zeitpunkt hat man ein rechteckiges Hochbeet, das oben und unten offen ist. Soll das Hochbeet im Garten stehen, wird am „offenen“ Boden Draht (mit Zwischenräumen von höchstens einem Zentimeter) befestigt – am einfachsten mit einer Heftklammer. Dieser Draht dient als Wühlmausgitter. Er schützt die späteren Pflanzen im Beet auch von unten vor möglichen Eindringlingen.

Am Balkon fehlt der direkte Kontakt zum Gartenboden, weshalb mit speziellen Drainageböden aus dem Fachhandel gearbeitet werden sollte (auch der Einsatz von Kies oder Tonscherben ist bei sehr kleinen Hochbeeten zur Entwässerung möglich). Diese verhindern das Auslaufen der Erdschicht bei zu viel Wasser bzw. Niederschlag im Beet. Wichtig beim Hochbeet am Balkon ist, auf das Gesamtgewicht des Hochbeets (inklusive Fülle) zu achten, welches die Höchstlastengrenzen des Balkons nicht übersteigen darf.

Schritt 3 – Auskleidung:

Abschließend wird an der Innenseite der Hochbeetwände die Folie angebracht. Sie sorgt dafür, dass das Holz bei Niederschlag wieder trocknet und die Luft im Beet generell gut zirkulieren kann. Wer möchte, kann sich für die spätere Füllung hier Markierungen für die einzelnen Schichten machen.

Wann wird das Hochbeet befüllt?

Für die Füllung wird das Schichtenprinzip angewendet. Es empfiehlt sich, dies im Herbst zu tun, da in diesem Zeitraum Kompostmaterial ganz natürlich anfällt – im Frühjahr ist es aber ebenfalls möglich. Durch den Verrottungsprozess aller Materialen entsteht Humus, und somit ein guter Nährboden für Biogemüse. So ist der Eigenbedarf an Wintersalaten und Co. in der nächsten Saison wieder gesichert.