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Besinnliches Basteln:

Bio-Wissensvermittlung im Advent

Wo kommen unsere Bio-Lebensmittel her? Und vor allem, was bedeutet eigentlich Bio? Das sind Fragen, die sich nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder ab einem gewissen Alter stellen. Der Advent eignet sich für diese erste Spurensuche besonders gut.

Eine leicht verständliche Erklärung zu liefern, was das Besondere an biologischer Landwirtschaft und Bio-Lebensmitteln ist, damit können Eltern zwischen Tür und Angel schon einmal überfordert sein. Gemeinsames Werken ist daher eine gute Möglichkeit, um kleinen Kindern zu zeigen, welche Vielfalt an Pflanzen und Lebewesen in einem Biogarten existiert. Bio-Lebensmittel kennenlernen im Advent Gerade der besinnliche Advent lädt dazu ein, sich Zeit für diese spielerische Auseinandersetzung mit Bio-Lebensmitteln und deren Wert zu nehmen. Wie diese gepflegt werden, wo sie wachsen und wie man aus vermeintlichem Abfall noch Neues erschaffen kann – darüber lässt sich beim Basteln mit dem Nachwuchs ausführlich und in Ruhe plaudern. Außerdem können die fertigen Basteleien als Gesteck, Christbaumschmuck oder Geschenk für Freunde und Verwandte dienen.

Aus Maroni: Kleine Figuren erschaffen

Unter den Klassikern für Bastelmaterialien vom Wegrand oder aus dem Garten liegt die Kastanie bzw. die Marone ganz weit vorne. Beim Braten von Bio-Maroni können ein paar Exemplare zum Basteln abgezweigt werden, um die Wartezeit auf die heißen Maroni zu verkürzen und nebenbei zu erklären, dass die verschiedenen Kastaniensorten trotz äußerlicher Ähnlichkeit so grundverschieden sind:
Maroni, auch Edelkastanien und Esskastanien genannt, sind mit den recht ähnlich aussehenden, aber giftigen Rosskastanien, die wir aus unseren heimischen Alleen und Parks kennen, überraschenderweise gar nicht verwandt. Letztere gehören nämlich zu den Seifengewächsen und haben ein knallgrünes, weniger stacheliges Gehäuse als die essbare Edelkastanie, die zur Gattung der Buchengewächse zählt. Die Maroni ist nährstoffreich und braucht viel Licht und Wärme, da sie ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt. Als dauerhafte Quelle für zukünftige Bastelarbeiten wäre die beste Option, Kastanien selbst im Garten anzubauen. Die beste Pflanzzeit für den Baum, der recht ausladend wächst, ist dafür bereits im nahenden Frühjahr.


Wie man so einen Maroni-Mann oder eine Maroni-Frau zaubert? Dafür braucht man ein paar Maroni, eine Schere, Zahnstocher, Streichholzer und Kleber. Auch Zündhölzer eignen sich besonders gut zum Modulieren der Beine, da sie ein wenig stabiler als die Zahnstocher sind. Für weitere hübsche Details wie zum Beispiel Hüte oder Schuhe darf eine kleine Exkursion in den Wald eingelegt werden, wo unter anderem Eicheln, Bucheckern oder auch Tannenzapfen als Accessoires für die Figuren zu finden sind. Wichtig für die Arme und Beine von Maroni-Frau oder –Mann ist, die dafür notwendigen Löcher vorsichtig mit einem spitzen Gegenstand (zum Beispiel einem Grillspieß oder einem Nagel) vorzubohren. Dieser Part sollte vorsichtshalber von einem Erwachsenen erledigt werden. Um diese Löcher im Nachhinein leicht zu vergrößern, kann ein Schraubenzieher verwendet werden – nicht vergessen: Für guten Halt ein wenig Kleber in die Löcher platzieren.

Aus Hagebutten: Kränze oder Ketten kreieren

Für eine schillernde rote Kette oder ein Armband aus Hagebutten benötigt man einen festeren Faden, eine Nadel und natürlich einige Exemplare der ungiftigen Sammelnussfrüchte, die beispielsweise auf allen Wildrosenarten wachsen. Die Früchte, aus deren Innenleben man bekanntlich auch Juckpulver machen kann, werden nun Stück für Stück mit der Nadel durchstochen und auf dem Faden der Reihe nach aufgefädelt. Je nach gewünschtem Ergebnis – Armband oder Kette – wird die Länge des Fadens kürzer oder länger bemessen. Wenn das Schmuckstück dann fertig ist, sollte es noch ein paar Stunden trocknen, bevor es um das Handgelenk oder den Hals gelegt wird – gut funktioniert das bei schwacher Hitze im Backrohr. Ein wenig mehr Aufwand steckt in der Fertigung eines herzförmigen Hagebuttenkranzes (wie im Bild ersichtlich). In dieser Variante wird zunächst ein Herz aus Zweigen und Blumendraht gebastelt, die Hagebutten werden im Anschluss ebenfalls auf Draht gefädelt und auf dem Kranz drapiert. Für eine einfachere Variante verzichtet man auf den Basiskranz und verwendet ausschließlich Blumendraht. Dafür ein paar Hagebutten direkt auf den Draht fädeln und anschließend in die gewünschte Herzform biegen.

Aus Walnüssen: Schwimmkerzen designen

Wer vom Nikolaus einen größeren Vorrat Bio-Walnüsse bekommen hat, kann nach der Nussjause auch die Schalen in der Bio-Bastelwerkstatt verwerten. Für ein paar außergewöhnliche Schwimmkerzen knackt man die Walnüsse vorsichtig auf und funktioniert die leeren Schalen zu kleinen, leuchtenden Schiffchen um:
Dafür benötigt man lediglich ein paar kleine Kerzenreste (Christbaumkerzen vom Vorjahr können beispielsweise verwendet werden). Die Kerzen halten am besten, wenn sie mithilfe von heißem Wachs befestigt werden. Dieses in die Mitte der Nussschale tropfen und anschließend die Kerze darin vorsichtig fixieren.
Wer die Schwimmkerzen lieber selbst gießen möchte, braucht dafür mehrere Dochte und etwas Bienenwachs. Das Wachs im Wasserbad langsam schmelzen lassen und den Docht danach mit ein wenig von diesem in der Schale befestigen, erst dann mit dem restlichen Wachs auffüllen.