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Das wichtigste Werkzeug im Biogarten:

Die Hände verraten den Gärtner?

Die Hochzeit der Gemüse- und Obsternte neigt sich dem Ende zu und es naht die Zeit für grobe Handarbeit: Stauden und Bäume zurückschneiden, umtopfen und umgraben – im Herbst werden im Garten nicht nur wieder massig Kalorien verbrannt, sondern auch Hände geschunden. Doch es gibt Abhilfe! 

Ein paar Handgriffe im Garten reichen manchmal, damit Hände und Fingernägel auch mithilfe von Seife und Nagelbürste nicht mehr so einfach wieder bürotauglich zu machen sind. Entweder weil man auf Handschuhe verzichtet und doch mehr als geplant mit Erde in Berührung gekommen ist. Oder weil die dünnen Stoff- oder Gummihandschuhe zwar Erde, aber nicht Dornen, Stacheln, Wasser und Kälte ferngehalten haben.

Erde und Wasser

Bloße Hände, die in der Erde graben, haben eine besondere Ästhetik. Jedoch nur so lange, bis die Gartenarbeit getan ist und die Hände wieder für anderes gebraucht werden.  Denn hautfreundlich ist das Graben in Gartenerde nicht gerade. Erde kann Feuchtigkeit binden und entzieht sie bei direktem Kontakt unserer Haut, gleichzeitig weicht die enthaltene Feuchtigkeit unsere Haut auf und macht sie empfindlicher:

Einerseits für das saure Milieu der Erde, das vom PH-Wert unserer Haut weit entfernt ist, andererseits für Schäden durch alles, was uns beim Arbeiten in der Erde in den Weg kommt – wie kleine Steinchen oder hautreizende Pflanzen.

Handschuhe Ja oder Nein?

An dieser Frage scheiden sich die Gärtnergeister. Fest steht, wer gar keine Handschuhe benützt, muss deutlich mehr Zeit für das Händewaschen aufwänden und leistet trockener Haut Vorschub.

Wer andererseits alle Arbeiten im Biogarten mit Handschuhen ausführt, wird abhängig von Größe und vegetativer Vielfalt des Gartens nicht mit einem Paar auskommen: Strauchpflegehandschuhe für alles Stachelige, Jätehandschuhe für die Feinarbeit und Gerätehandschuhe fürs Grobe, das Angebot ist nahezu unendlich.

Wer keinen Rosenstrauch zu stutzen und keine Bäume auszugraben hat, kommt vielleicht auch mit einem Paar halbwegs eng anliegenden Universal-Gartenhandschuhen aus. Zu weit geschnittene Handschuhe schränken das Fingerspitzengefühl ein und man ist dadurch versucht, für die Feinarbeit die Handschuhe auszuziehen und sich erst recht wieder die Hände schmutzig zu machen.

Schutzschicht vor der Schmutzschicht 

Eine gute Ergänzung können Unterziehhandschuhe aus Baumwolle sein. Denn wo gearbeitet wird, wird auch geschwitzt und dadurch entsteht in vielen Kunstfaserhandschuhen ein unangenehmes Klima. Unterziehhandschuhe absorbieren Feuchtigkeit und können problemlos auch bei höheren Temperaturen in der Waschmaschine gewaschen werden.

Außerdem ermöglichen sie einen sicheren Griff auch bei gerade erst eingecremten Händen. Denn am besten werden diese schon vor der Gartenarbeit großzügig mit Fett und Feuchtigkeit versorgt. Einerseits können die pflegenden Inhaltsstoffe bei der Wärme unterm Handschuh besser einziehen, andererseits haften Erde und anderer Schmutz an trockenen Händen und Nägeln viel hartnäckiger.

Zugegeben, Gartenarbeit lässt sich generell mit kurz geschnittenen Fingernägeln leichter vereinbaren als etwa mit Nailextensions – den Möglichkeiten der Handpflegetipps bei Gartenarbeiten sind also Grenzen gesetzt. Wer aber vor der Gartenarbeit mit den Nägeln über ein trockenes Stück Seife kratzt, wird es nachher ein wenig leichter haben, Schmutz unter den Nägeln wieder restlos zu entfernen.

DYI-Wellness für streichelzarte Gärtnerhände

Falls man leichtsinnig auf Handschuhe verzichtet hat und nach Erste-Hilfe-Maßnahmen gegen trockene, raue und rissige Hände sucht, bieten Ölpeelings Abhilfe. Man kann sie in wenigen Minuten aus Küchenvorräten zusammenrühren. Hierzu einen Esslöffel Bio-Olivenöl und den Saft einer halben Bio-Zitrone mit einem Teelöffel Zucker und einem Teelöffel grobem Meersalz verrühren.

Das Peeling in die gewaschenen Hände über einer Schüssel oder einem Waschbecken einmassieren und 10-15 Minuten einwirken lassen, bevor es mit lauwarmem Wasser wieder abgewaschen wird. Die Mischung ist einige Wochen haltbar, kann also auch auf Vorrat hergestellt werden.

In Härtefällen ausprobieren: Einen Teelöffel Bio-Olivenöl auf den Händen verteilen und dann in Handschuhen über Nacht einwirken lassen! Übrigens: Alle Handpflegetipps können Hand in Hand mit einem Fußpflegeprogramm umgesetzt werden.