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Noch Hunger im Gemüsegarten?

Richtiges Düngen im Spätsommer

Mit dem Hochsommer geht auch die Zeit des intensiven Düngens zu Ende. Die meisten Pflanzen benötigen jetzt keinen Dünger mehr, manchen können Extranährstoffe, die sie nicht brauchen, sogar schaden. Auf abgeernteten Beeten, auf denen keine Herbst und Winterbepflanzung folgt, kann jetzt mit der Düngung fürs nächste Jahr begonnen werden.

Auf die Dosis kommt es an: 

Wenn man seinen Biogarten gut gepflegt hat, sollte der Boden auch gegen Ende des Sommers noch mit ausreichend Mineralien für die meisten Pflanzen versorgt sein.
Doch neu gepflanzte Obstbäume oder Beerengehölze und auch jene Pflanzen, die noch wachsen oder Früchte entwickeln (etwa Wintergemüse wie Karotten, Sellerie, Rote Rüben oder Kohl), brauchen unter Umständen auch im September zusätzliche Düngung. Sobald sie nicht mehr wachsen, sondern nur noch reifen (was bald auch auf die nach Stickzoff lechzenden Starkzehrer Gurken, Paradeiser oder Paprika zutrifft), brauchen sie keinen Dünger mehr

Mehr als nötig

Generell ist ein überdüngter Nutzgarten sehr anfällig für Schädlinge. Holzgewächse (Bäume, Sträucher und Rosen) sollten etwa im September nicht mehr gedüngt werden, denn Dünger würde sie anfällig für Nässe und Kälte machen und sie könnten erfrieren.
Zudem riskiert man bei vielen Pflanzen wie Stauden oder Kräutern einen ungewollten Wachstumsschub, wodurch diese im Winter absterben.
Um dann die kalte Jahreszeit zu überdauern, benötigen kaum Gewächse im Spätherbst Unterstützung: Von vielen unserer Nutzpflanzen können Nährstoffe im Winter gar nicht mehr aufgenommen werden.

Einfach und gut: Kompost 

Halbfertiger Kompost eignet sich gut für die Düngung im Herbst. Der Humus versorgt den Boden mit Stickstoff und speichert Wasser wie Nährstoffe. Was auf den Komposthaufen darf und was nicht, haben wir hier für euch zusammengestellt.

Wer sich unsicher ist, ob seinem Boden etwas fehlt, sollte eine Bodenuntersuchung durchführen. Denn zu viele Nährstoffe schaden den Wurzeln.

Biodünger selbst gemacht: Die Brennesseljauche

Die Brennesseljauche enthält viel Stickstoff, wirkt wachstumsfördernd und ist leicht hergestellt. Dazu einfach die Brennnesseln vor der Blüte pflücken und sie in einem großen Behälter, beispielsweise in einer Regentonne, mischen.

Auf ein Kilogramm Brennnesseln folgen zehn Liter Wasser. Ein Platz in der Sonne ist dabei wichtig. Zur Abdeckung kann ein luftdurchlässiges Tuch oder ein Gitter verwendet werden. Bei täglichem Umrühren ist die Jauche nach 10 bis 20 Tagen einsatzbereit.

Die Gründüngung

Parallel zur Versorgung des Herbst- und Wintergemüses und der junger Stauden und Bäume kann man sich jetzt schon um die Nährstoffgrundlagen für die kommende Saison kümmern.
Für eine Gründüngung bietet der Herbst die ideale Jahreszeit. Der Name ist allerdings ein wenig irreführend, da sie mehr kann als nur düngen. Sie kann nicht nur das Bodenklima ausgleichen, sondern auch die Erde lockern.

Wie wird’s gemacht?

Als Gründüngung werden im Spätsommer und Herbst auf abgeernteten Flächen Pflanzensamen ausgesät, um die daraus wachsenden Pflanzen im nächsten Frühjahr in den Boden einzuarbeiten. 

Welche Pflanzen hierzu idealerweise gewählt werden sollten, hängt davon ab, welche Pflanzen dort angebaut wurden und welche für die kommende Saison geplant sind.Leguminosen (Schmetterlingspflanzen wie Klee, Erbsen oder Lupinen) etwa binden den Stickstoff. Sie sollten allerdings nicht aus derselben Familie wie die Pflanzen stammen, die man zuvor an der entsprechenden Stelle angebaut oder dies demnächst vorhat.