AMA - Marketing
Export:
  • DE
  • EN
  • IT

AMA - Marketing

Rätselraten im Gemüsegarten

... Mein Bio-Gemüse schwächelt, was tun?

Schlaffe Blätter, braune Flecken, fahlgrüne Blätter oder deren Verzwergung sind häufig Anzeichen dafür, dass unsere Bio-Pflanzen Unterstützung brauchen – oder unter Umständen auch weniger davon.

Bei Anzeichen für Krankheit oder Schädlingsbefall sollte der erste Blick dem Bodenleben gelten. Allen voran Austrocknung, aber auch Staunässe, Unterernährung oder Platzmangel können Pflanzen schwächen und anfälliger für Krankheiten und Schädlinge machen.

Hilfestellung beim Rätselraten

Austrocknung bzw. Staunässe lassen sich am einfachsten feststellen: Die Erde sollte knapp unter der Oberfläche leicht feucht sein, nirgends sollte sie jedoch noch Stunden nach dem letzten Gießen noch nass sein oder gar die Wurzeln am Boden des Pflanzgefäßes unter Wasser stehen.

Platzmangel ist sowohl oberirdisch und unterirdisch erkennbar: Weder um Wurzelraum noch um Licht und Nährstoffe sollten Pflanzen stark konkurrieren müssen. Es sind oft die winzigen Töpfe, in denen Jungpflanzen verkauft werden, die unsere Vorstellung davon mitprägen, wie viel Platz eine Pflanze braucht. Oft sind diese Pflanzgefäße schon zum Zeitpunkt des Kaufes zu klein für die Pflanze geworden!

Können diese Ursachen ausgeschlossen werden, müssen die individuellen Bedürfnisse der Pflanze berücksichtigt werden: Welchen Boden, welchen Standort und welche Nährstoffe braucht eine Pflanze? 

Im Notfall ist oft Düngen der erste Schritt, der Bio-Gärtner erledigt dies zum Beispiel mit einer selbst gebrauten Brennnesseljauche oder mit Kompost. Doch auch wenn Standort, Bodenzusammensetzung und Nährstoffversorgung passen, kann eine Pflanze kränkeln. Zum Beispiel dann, ...

... wenn es fröstelt

Ein Symptom kann leider auch bei Pflanzen auf verschiedene Ursachen hindeuten. In vielen Fällen verfärben sich die Blätter rot oder braun, wirken vertrocknet, rollen sich ein, wölben sich, hängen schlapp oder fallen ganz ab.

Wenn diese Symptome nach starker Kälte auftreten, lassen sich Frostschäden vermuten. Mangold, Tomaten, Zucchini, Gurken, Chili oder Paprika zählen zu besonders frostempfindlichen Gemüsesorten. Diese sollten rechtzeitig vor dem Frost mit einem Flies abgedeckt werden.

Von Frost befallene Pflanzen trocknen bei Hitze schnell ein und beginnen bei feuchtem Wetter zu faulen. Da man Frostschäden oft nicht sofort erkennt, gilt es, das Verhalten der Pflanzen nach einer frostigen Nacht länger zu beobachten. Die frostbefallenen Teile sollten entfernt werden. Durch Gießen und Düngen kann die Pflanze wieder aufgepäppelt werden. In jedem Fall den Austrieb abwarten.

... wenn es heiß auf kalt kommt

Hitzeschäden äußern sich durch hängende Blätter, auf denen sich große gelbliche Flecken bilden, die braun werden. Am besten gießt man die Pflanze nur zeitig in der Früh, damit es nicht zum Lupeneffekt kommt – indem die Sonnenstrahlen durch die Tropfen auf den Blättern wie durch ein Brennglas noch verstärkt werden.

Auch bei Trockenheit hängen die Blätter. Bei Nachtschattengewächsen drehen sie sich zudem ein, und beim Salat kann es zum frühzeitigen Schießen kommen. Aber Vorsicht: Auch ertrinkende Pflanzen hängen schlapp und können abfallen.

Problemkind Paradeiserstaude

Wenn der Paradeiser schwächelt, merkt man das meist schnell. Braune Flecken, Krautfäule, Samtflecken oder Läuse sind oft die Folge. Besonders anfällig sind Paradeiserpflanzen für Pilzerkrankungen, die durch Feuchtigkeit und Wärme entstehen. Staunässe mögen sie gar nicht, nasse Blätter ebenso wenig.

Sind sie einmal von einem Pilz befallen, muss man schnell reagieren und die kranken Blätter von unten beginnend entfernen. Es ist ratsam, anschließend Messer und Hände gut zu reinigen, um den Pilz nicht selbst auf den Rest des Gartens zu übertragen.

Generell sollte man also beim Bepflanzen des Gartens schon darauf achten, Pflanzen nicht zu eng zu setzen und auf Artenvielfalt zu achten. Denn in einem artenreichen Biogarten reguliert sich vieles selbst. Beispielsweise durch Nützlinge wie Marienkäfer, Vögel oder Igel. Gerade bei Schädlingsbefall lohnt es sich daher, manchmal einfach ein wenig abzuwarten.