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So viele Milchsorten

Wo ist der Unterschied?



Milch ist nicht gleich Milch. Es sind zwar alle weiß, dennoch gibt es Unterschiede bei den Milchsorten. Nicht nur die Milcharten von Mensch und Tier unterscheiden sich, auch Tiermilch-Sorten untereinander sind niemals gleich. Selbst unter einer einzigen Tierart unterscheidet sich die Milch eines Muttertiers von der Milch eines anderen Muttertiers. Jede Portion Milch, die gemolken wird, ist ganz individuell zu diesem Zeitpunkt entstanden und ist somit immer einzigartig. Ein wahres Wunder der Natur also und ein Grund mehr, jeden Schluck dieses weißen Nahrungsmittels wertzuschätzen.

Produktionsbedingte Milchsorten-Unterschiede

Im österreichischen Handel gibt es eine große Auswahl an Milcharten, die sich im Wesentlichen in ihrem Fettgehalt, ihrer Haltbarkeit und ihrer Produktion unterscheiden. Unter sogenannter Konsummilch versteht man, die zum direkten Verzehr geeignete Milch. Grundsätzlich ist sie pasteurisiert und hat eine Lagerfähigkeit von durchschnittlich vier bis sechs Tagen.

Unterschiede im Fettgehalt

Extravollmilch hat einen erhöhten Fettgehalt von 4,5 Prozent.
Vollmilch mit natürlichem Fettgehalt enthält mindestens 3,8 Prozent Fett.
Halbfettmilch enthält 1,6 Prozent Fett.
Leichtmilch enthält nur ein Prozent Milchfett, aber einen erhöhten Eiweißgehalt von 4,5 Prozent durch die Anreicherung mit Milcheiweiß.
Magermilch ist eine völlig entrahmte Milch mit nur 0,1 Prozent Fett.

Unterschiede in der Haltbarkeit

Vollmilch ist pasteurisiert und homogenisiert und lässt sich etwa vier bis sechs Tage im Kühlschrank lagern. Vollmilch wird im Handel meist mit einem standardisierten Fettgehalt von 3,6 Prozent angeboten.
ESL-Milch (englisch extended shelf life = längere Haltbarkeit im Regal), bekannt auch als länger frisch Milch, ist in ihrer Haltbarkeit zwischen Frischmilch und Haltbarmilch angesiedelt. ESL-Milch gehört in den Kühlschrank und ist dort ungeöffnet zwei bis drei Wochen haltbar.
Haltbarmilch ist eine ultrahocherhitzte, homogenisierte Milch, die praktisch keimfrei und ungekühlt und ungeöffnet bis zu sechs Monaten haltbar ist. Einmal geöffnet sollte sie aber, wie Frischmilch auch, gekühlt aufbewahrt und innerhalb von zwei bis vier Tagen konsumiert werden.
Kinder-Frischmilch wird nach einem streng kontrollierten Verfahren hergestellt. Sie wird wenige Stunden nach dem Melken pasteurisiert und weist einen natürlichen Fettgehalt von rund 3,8 Prozent, mindestens aber 3,6 Prozent, auf. Als pasteurisierte Kinder-Frischmilch darf sie nur am Tag nach der Pasteurisierung verkauft werden. Im heimischen Handel ist sie selten geworden.

Unterschiede im Wassergehalt

Kondensmilch
ist durch Wasserentzug (Kondensieren) dickflüssiger als Frischmilch. Der Fettgehalt beträgt mindestens 7,5 Prozent, die Trockenmasse 25 bis 33 Prozent.
Trockenmilch ist pulverförmig und nahezu wasserfrei. Sie wird durch spezielle Verfahren (Walzen oder Sprühtrocknung) hergestellt und wird auch zur Herstellung von Milchprodukten wie Käse oder Joghurt genutzt.

Thermisch unbehandelte Milch

Vorzugsmilch
ist eine für den Handel abgepackte Rohmilch. Sie wird nur gefiltert und muss nach der Abfüllung sofort gekühlt werden. Dadurch bleiben ihre frischen Inhaltsstoffe erhalten. Vorzugsmilch unterliegt strengen Hygienekontrollen, da sie anfälliger für Bakterien und Keime ist und leicht verdirbt.
Echte Rohmilch ist vollkommen unbehandelt und nicht erhitzt. Sie hat einen natürlichen Fettgehalt und von allen Milchsorten den höchsten Anteil an Nährstoffen, da sie direkt gemolken und nicht weiter verarbeitet wird.

Beide Rohmilchsorten sollten vor dem Konsum erhitzt werden.

Mit dieser Auflistung sind die unterschiedlichen Milchsorten noch nicht ausgeschöpft. Es gibt in der Tat noch weitere Unterscheidungsmöglichkeiten. Zu diesen lesen Sie in einem der kommenden Beiträge mehr.

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