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Von welkem Wurzelgemüse und runzeligem Rucola

Anders gelagert:

Wer gerne mit frischen Lebensmitteln kocht, nimmt oft längere Wege für den Gemüseeinkauf in Kauf und möchte nicht nach zwei Tagen nur mehr welkes, matschiges Gemüse verarbeiten. Auch jene, die selbst gärtnern und daher größere Mengen einer Sorte ernten, müssen sich Gedanken über Lagerung und Haltbarkeit machen. Welche Sorten brauchen welche Lagerbedingungen und wie beeinflussen sie gegenseitig ihren Reifeprozess?

Lagerkoller

Wer einen trockenen Keller mit Sandkiste (Ja, wirklich! Dort herrschen ideale Lagerbedingungen für viele Gemüsesorten.) sein Eigen nennen kann, weiß sich ohnehin zu helfen. Doch in einer Stadtwohnung ist ganzjährig kühler, dunkler Lagerraum oft Mangelware.

Einerseits reagieren manche Gemüsesorten und auch die enthaltenen Vitamine empfindlich auf eine zu warme oder zu helle Lagerstätte, andererseits vertragen nicht alle Kühlschranktemperaturen. Statt seinen Kühlschrank mit dem wöchentlichen Gemüseeinkauf vollzustopfen und dadurch bei einigen Sorten Kälteschäden zu riskieren, kann man sich mit einigen simplen Tricks helfen:

Wie zuhause

Bei der Frage, was in den Kühlschrank gehört und was nicht, hilft es, wenn man bedenkt, in welchen klimatischen Bedingungen das Gemüse heimisch ist. Nicht nur Paradeiser, sondern etwa auch Auberginen, Zucchini, Paprika und Chili mögen keine Kälte. Wer kann, lagert dieses Gemüse etwas über Kühlschranktemperatur, etwa in einer abgedeckten Kiste in einem unbeheizten Raum.

Gemüsesorten wie Blattsalate, Bohnen, Brokkoli, Champignons, Fisolen, Gurken, Fenchel, Frühlingszwiebel, Ingwer, Karfiol, Karotten, Kohlrabi, Kohlsprossen, Lauch, Mangold, Mais, Pilze, Spinat, Radieschen, Spargel und Erbsen dürfen getrost im Kühlschrank ihre letzte Stunde erwarten.

Generell sollte man Obst und Gemüse lieber in ein Tuch einschlagen oder in einem luftdurchlässigen Gefäß aufbewahren als im luftdicht verschlossenen Plastiksackerl.

Paradeiser, die Diva

Gekühlt halten Paradeiser zwar länger, verlieren jedoch schnell ihr Aroma und zu viel Licht mögen sie auch nicht. Am besten werden sie daher bei Zimmertemperatur dunkel gelagert oder zwei Tage vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank genommen, damit sich Aroma und Geschmack wieder entfalten können.

Da Paradeiser verhältnismäßig viel vom Reifegas Ethylen emittieren, das die meisten anderen Obst- und Gemüsesorten schneller reifen lässt, sollten sie nicht mit diesen gemeinsam gelagert werden. Auf manche Sorten hingegen wirkt Ethylen konservierend, so etwa auf Erdäpfel. Eine gemeinsame Lagerung von Tomaten und Erdäpfeln ist also empfehlenswert.

Topf oder Zopf

Endiviensalat und Chinakohl sollten in Papier gewickelt, stehend kühl und dunkel aufbewahrt werden. So halten sie mehrere Monate. Auch Kürbisse gehören nicht in den Kühlschrank. Wer keine mäßig kühle Lagermöglichkeit hat, lagert sie lieber zu warm als zu kalt.

Knoblauch und Zwiebel gehören keinesfalls in den Kühlschrank! Beide können in verschlossenen Tongefäßen (also dunkel) mit Luftlöchern oder hängend als Zöpfe aufbewahrt werden.