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AMA-Produkte

Milchprodukte

Milch hat eine lange Geschichte. Schon die Sumerer erkannten ihren Wert. Die Bibel berichtet vom „Land, darinnen Milch und Honig fließt“. Die Griechen vermuteten, Milch mache die Götter unsterblich und Kleopatra verwendete Milch als Schönheitselixier. Heute werden Milch und Milchprodukte als wertvolle Eiweißquelle geschätzt.

Sind im Joghurt Sägespäne?

Nein. Und damit könnte die Antwort auch schon zu Ende sein – wenn nicht riesengroß ein Gedanke im Raum stünde: Wie zur Hölle kommt man auf so eine Frage? Die falsche Antwort ist: Also dieses Müsli da neulich… Die richtige Antwort ist: Weil „Nein“ nicht die ganze Wahrheit ist. Aus Holzspänen können auf chemischem Wege Aromen extrahiert werden. Vanillin beispielsweise. Dieses Verfahren wird in der Lebensmittelproduktion, also auch bei Joghurts eingesetzt. Aber das ist so, als sagte man: Im Bergkäse sind Felsen drin, weil die Kühe auf der Alm stehen.

Wer jedoch unbedingt Sägespäne im Joghurt haben will, kann ja selbst welche hineingeben. Dieses Müsli da neulich…

Ist Joghurt gezuckert?

Fruchtjoghurt enthält durchaus Zucker. Zugesetzten Zucker. Naturjoghurt enthält nämlich keinen Zucker, kann aber trotzdem süß schmecken. Bei laktosefreiem, also nicht gänzlich natürlichem Naturjoghurt nämlich. Darin ist die Laktose, der Milchzucker, bereits aufgespalten in die für Laktoseinolerante problemlos verdaulichen Bestandteile Galaktose und Glukose. Beides irgendwie Zucker, beides irgendwie süß. Deswegen glauben einige von der Aluhutfraktion, in dem Fall quasi Zuckerhutfraktion, die Lügensmitt… äh, die Lebensmittelindustrie verheimliche enthemmten Zuckerzusatz im Joghurt.

Warum soll Butter nicht stark erhitzt werden?

Weil man sich sonst den Mund verbrennt? Nein, weil sonst die Butter verbrennt. Butter schmeckt so gut, weil sie eben nicht nur aus Fett besteht, sondern, neben dem eher geschmacksarmen Wasser, auch aus Milchzucker und Eiweiß. Die beiden geben der Butter das gewisse Etwas. Sie sind es aber auch, die allzu schnell schwarz werden und verbrennen. Was dazu führt, dass das darin Gebratene verbrannt schmeckt, obwohl es nicht verbrannt ist. Deshalb nimmt man zum Braten Butterschmalz = Butter – Milchzucker, Eiweiß und Wasser. Butterschmalz verträgt hohe Temperaturen. Darin kann man dann problemlos das Bratgut selbst verbrennen.

Warum flockt Milch im Kaffee aus?

Nicht immer ist Säure sofort als solche zu erkennen. Von den meisten Lebensmitteln wissen wir gar nicht, ob sie, und wenn, wie sauer sie sind. Bei Tee mit Zitrone wissen wir es. Noch ein Schluck Milch dazu? Schlechte Idee. Egal wie frisch und gut die Milch ist, sobald sie mit Säure in Berührung kommt, verklumpt das in der Milch enthaltene Eiweiß. Das sind diese grauslichen Flocken, die man meistens erst sieht, wenn man den ersten Schluck Tee schon im Mund hat. Bei Kaffee braucht es unter Umständen gar keine zusätzliche Säure um die Milch gerinnen zu lassen. Denn zum einen haben Kaffeebohnen, je nach Sorte und Röstung einen unterschiedlichen hohen Säuregehalt. Vor allem aber, wird fertig gebrühter Kaffee mit zunehmender Warmhaltedauer immer saurer. Zwar ist zu viel Säure nur ein Bestandteil des umfassend schlechten Kaffeegeschmacks, aber wenn gute Milch darin schlecht wird, kann der Kaffee selbst unmöglich gut sein.

Warum ist Milch weiß?

Genaugenommen ist Milch nicht weiß, sie sieht nur so aus. Hauptsächlich besteht Milch aus Wasser. Das Wasser ist quasi das Trägermedium. Darin schwimmt nun alles, was das Wasser zur Milch macht. Casein, Milchzucker, Fett, Proteine, Kalzium etc. Dieses „Milchige“ schwimmt in Form kleiner Kugerln herum. Klein heißt hier: Im Nanometerbereich. Diese ganzen fettigen Kugerln hindern das Licht daran einfach durch die Milch zu flutschen. Die Flüssigkeit ist trüb. Weiß scheint sie, weil die Nano-Fettbemmerln alle Wellenlängen des Lichts gleichmäßig reflektieren, denn die Summe aller Lichtfarben ist weiß. Stellen Sie Milch in einen lichtlosen Raum – Sie werden sehen: Im Dunkeln ist Milch nicht weiß. J (mit oder ohne Schlusspointe, mit oder ohne J hintendran?)

Milch is a bitch!

Ein bisserl zu viel Licht und Wärme, schon wird sie sauer. Gerade im Sommer, der quasi nur aus Licht und Wärme besteht, ist deshalb cleveres Einkaufen angebracht. Milch und Milchprodukte daher erst am Ende des Einkaufs aus dem Kühlregal nehmen. Am besten in einer Kühltasche nach Hause transportieren.

Annahmeschluss bei Milch

Milch und Milchprodukte möglichst bei 3 bis 6 °C im Kühlschrank aufbewahren. Auch H-Milch muss, nachdem die Packung geöffnet wurde, in den Kühlschrank. Das H wie haltbar gilt nur für originalverschlossene Verpackungen. Generell sollte man Milch im Kühlschrank immer gut verschlossen aufbewahren, da sie leicht fremde Gerüche annimmt. Ab Stichtag heute: Annahmeschluss für Fremdgerüche.

Milchprodukte

WISSENSWERT

Was ist Kuhmilch?

Unter Milch versteht man laut österreichischem Lebensmittelkodex das durchmischte, unveränderte Gesamtgemelk einer oder mehrerer Milchtiere. Unter Milch ohne Artenbezeichnung wird Kuhmilch verstanden, die Milch anderer Tierarten wird entsprechend der jeweiligen Tierart bezeichnet, zum Beispiel Schafmilch, Ziegenmilch oder Büffelmilch.

Wieviel Milch gibt eine Kuh?

Eine Kuh gibt durchschnittlich 6.000 Liter Milch pro Jahr und benötigt dafür täglich 80 bis 180 Liter Wasser, frisches Gras, Silofutter (vergorenes Gras), Heu und ergänzendes Mineralfutter.

Milch gegen Schärfe

Ist ein Chiligericht zu scharf geraten, kann etwas Milch die Schärfe mildern.

Milchlehrpfad

Der AMA-Milchlehrpfad entführt Kinder auf eine abenteuerliche Reise: von der Kuh bis zum Küchentisch. Auf dem Weg dorthin erfahren Kids pädagogisch aufbereitet alles Wichtige über Milch.

 

 

Mehr Info

BIO INFO

SOMMER AUF DER ALM

Kühe von Biobetrieben werden besonders artgerecht gehalten. Viele von ihnen verbringen den Sommer auf der Alm. Jeder Kuh muss gemäß EU-Bioverordnung mindestens ein halber Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche zur Verfügung stehen.

KRÄUTERVIELFALT

Die Vielfalt an Gräsern und Kräutern, die Bio-Kühe fressen, lassen sich in der Milch und den daraus hergestellten Produkten schmecken. Und selbst wenn sie nicht auf der Weide oder Alm grasen, bekommen Bio-Kühe überwiegend Gras und Heu zu fressen.

STRENG KONTROLLIERT

Die Herstellung von Bio-Milch und Bio-Milchprodukten wird von unabhängigen Stellen kontrolliert. Das schreibt die EU-Verordnung 834/2007 über den ökologischen Landbau vor. Unabhängige, staatlich anerkannte Kontrollstellen begutachten mindestens einmal pro Jahr die Biobetriebe.

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