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AMA-Produkte

Käse

Österreich hat sich zu einer namhaften Käsenation entwickelt. Zwanzig Kilo essen Herr und Frau Österreicher pro Jahr. Und die Vielfalt ist enorm. Mehr als 400 heimische Käsesorten gibt es - also mehr als für jeden Tag eine.

AMA F.i.T. RECHNER

F.i.T drückt den relativen Fettgehalt in der Trockenmasse aus. Das ist aber nicht der tatsächliche Fettgehalt, weil während der Reifung und Lagerung Wasser verdunstet und sich das Käsegewicht verändert. Das Milchfett in der Trockenmasse bleibt aber immer konstant und ist daher kontrollierbar. Milchfett selbst ist Geschmacksträger und macht den Käse vollmundig, geschmacksintensiv und geschmeidig.

* Hier F.i.T. (Fett in der Trockenmasse) von der (Ver)Packung eintragen.
% Tatsächlicher Fettanteil pro Packung
* Hier F.i.T. (Fett in der Trockenmasse) von der (Ver)Packung eintragen.
Frischkäse

Frischkäse unterliegt keinem Reifeprozess. Er ist ein mild-säuerlicher, aromatischer Käse, der oft mit Kräutern und Gewürzen verfeinert wird. Frischkäse sind entweder streichfähig oder haben die Form einer Rolle oder Kugel. Typische Vertreter sind Topfen, Landfrisch- und Löffelkäse, gehaltvollere Frischkäse wie Gervais oder Schaf- bzw. Ziegenfrischkäserollen.

Weichkäse

Je nach Rezeptur und Reifegrad reicht das charakteristische Aroma von mild-fein bis würzig-kräftig. In zwei bis vier Wochen reift der Käse von außen nach innen durch. Die Facetten der Reifung sind weiße Edelschimmelrinde, Rotkulturrinde und blauer oder grüner Edelschimmel (Doppeledelschimmelreifung). Vertreter sind Brie, Schloßkäse, St. Severin, Dolce Bianca und viele mehr.

Schnittkäse

Schnittkäse ist die sortenreichste Palette der heimischen Käsekultur. Die Konsistenz reicht von weich bis eher fest. Schnittkäse gibt es mit vier bis acht Wochen (und längerer) Reifung in Folie, Wachs, künstlicher Rinde, Doppelreifung oder Rotkultur. Dazu gehören beispielsweise Edamer, Butterkäse, Amadeus oder Moosbacher.

Hartkäse

Hartkäse sind Labkäse, die überwiegend aus Rohmilch hergestellt werden. Hartkäse haben drei Monate bis zwei Jahre Reifezeit, die Rinde wird gewaschen, gebürstet oder geschabt. Bekannte Vertreter sind Emmentaler, Bergkäse oder Asmonte (Parmesantyp).

Käsesorten

Käse-Wissen

Almkäserei einst und jetzt

In nur knapp 9 Minuten wird sehr kurzweilig die traditionelle Form der Käseherstellung erläutert. Der grundsätzlich für die Ausbildung zum diplomierten Käsekenner/in erstellte Lehrfilm, begeistert auch jeden, der mehr über die Käse-Juwele der Almen erfahren möchte.

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Wie wird Käse gemacht?

Rohe oder pasteurisierte Milch wird mit Milchsäurekulturen und/oder Labferment vermengt. Die Milch gerinnt und wird zu einer galertigen Masse, die mit der Käselyra geschnitten wird. Der sich vom festen Bestandteil (Käsebruch) trennende flüssige Anteil ist die Molke. Anschließend wird der Käsebruch in verschiedenste Formen abgefüllt und gibt der jeweiligen Käsesorte ihr charakteristisches Aussehen. Der in Form gebrachte Käsebruch, so genannter „grüner Käse“, wird ins Salzbad gelegt und anschließend gereift. Während der Lagerzeit wird er regelmäßig gepflegt. Wie lange der Käse reift, hängt von der Sorte ab. Sauermilchkäse benötigt rund zwei Wochen, Hartkäse dagegen bis zu zwei Jahre.

Infografik

Arten der Herstellung

Es gibt zwei Arten der Käseherstellung: Milchsäurekulturen werden zur Milchsäuerung mit anschließender Gerinnung eingesetzt, z.B. für Frischkäse oder Sauermilchkäse. Bei Labkäse wird das Ferment Lab für die Süßgerinnung von pasteurisierter Milch oder Rohmilch verwendet.

Schneidetechniken

Die richtige Schneidetechnik ist Voraussetzung für eine gelungene Präsentation. Mit dem richtigen Werkzeug und ein paar grundlegenden Techniken ist das Portionieren von Käse keine Hexerei. Es gilt das Prinzip der "Dreiecke", denn es wirkt optisch besonders attraktiv. Mehr zu Schneidetechniken...

Fettgehalt ausrechnen

Hartkäse mit 45 Prozent Fett in der Trockenmasse (F.i.T.) besitzt ca. sechzig Prozent Trockenmasse. Also sind in hundert Gramm Käse sechzig Gramm Trockenmasse und vierzig Gramm Wasser. 45 Prozent der sechzig Gramm sind Fett, das sind 27 Gramm Fett absolut. Hundert Gramm Hartkäse mit 45 Prozent F.i.T. hat demnach 27 Gramm (oder 27 Prozent) Fett absolut. Der Rest der Trockenmasse von 33 Gramm beinhaltet hauptsächlich Eiweiß und Mineralstoffe.

Teaser Käse

Die Käseteller-/Plattenzubereitung

Käseplatten für ein ausgedehntes Familienfrühstück, eine knackige Käseplatte zum Kartenspiel mit Freunden, einen Käseteller für Figurbewusste, eine Platte als Partyteller oder eine für Verliebte – Käseplatten lassen sich schnell, dekorativ und je nach Anlass auflegen. Und zwar für jeden Geschmack. Welche Präsentation lässt das Genießerherz höher schlagen? Mehr zu Käseplatten...

Cholesterin

Wer Käseprodukte von seinem Speiseplan streicht, weil er meint, Käse enthalte zu viel Cholesterin, irrt! Der Cholesterin-Gehalt ist bei Käse sehr niedrig. Er pendelt zwischen 10 mg z. B. im Quargel und 100 mg z. B. im Rahm-Brie pro 100 g Käse. Konsumenten, die aus gesundheitlichen Gründen auf ihre Cholesterinaufnahme achten, finden in fettarmen Käsevarianten eine genussvolle Alternative.

Vitamine

Man unterscheidet fettlösliche (A, D, E, K) und wasserlösliche Vitamine. Vitamin A ist im Käse dominant vertreten. Augen, Haut und Schleimhäute sowie Zellen und Knochen brauchen viel Vitamin A. Cholecalciferol, wie Vitamin D im Fachjargon genannt wird, ist ausreichend in Milchprodukten enthalten. Dieses Vitamin D ist wichtig für unsere tägliche Kalziumversorgung. Warum? Weil es die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm fördert. Nur so kann Kalzium gut in unsere Knochen eingebaut werden und uns vor Knochenschwund schützen. Weitere wichtige wasserlösliche Vitamine im Käse sind B1, B2, B6, B12 und Folsäure.

Mineralstoffe und Spurenelemente

Käse versorgt uns mit Mineralstoffen und Spurenelementen, die unser Überleben sichern – Kalzium, Magnesium, Phosphor, Kalium, Zink und Jod, um nur die wichtigsten zu nennen. Milch und Käse enthalten viel Kalzium. Dieser Mineralstoff wird vielfach nicht ausreichend über die Nahrung aufgenommen. Gerade deshalb spielen gerade Käse und andere Milchprodukte eine ganz besonders wichtige Rolle in der täglichen Ernährung. Erst eine ausreichende Kalzium-Zufuhr, eine Art Kalzium-Depot im Knochen von Kindheit an, kann eine Osteoporose-Erkrankung im Alter verhindern. Osteoporose, auch Knochenschwund genannt, ist heute zu einer Volkskrankheit geworden. Durch die Verringerung der Knochenmasse entsteht ein erhöhtes Frakturrisiko. Kalzium, Magnesium, Phosphor reduzieren dieses Risiko.

Dreierlei Frischkäse Aufstrich

Lagerung

Wichtig für die Lagerung von Käse ist die optimale Temperatur von 4 bis 12 °C, um den Reifehöhepunkt zu erreichen. 

  • Große Temperaturschwankungen meiden, denn sie können zu nasser Oberfläche des Käses führen
  • optimale Luftfeuchtigkeit im Lager, bzw. Käsekeller ist ca. 95 %
  • starken Durchzug meiden, besonders in der Nähe der Käse
  • die Käse nicht zu hoch stapeln
  • die Käse regelmäßig wenden
  • die Käse – zum Schutz der Ware – so lange wie möglich in der Originalverpackung aufbewahren
Käse Kennzeichnung

Kennzeichnung

„Käse“ sind frische oder in verschiedenen Graden der Reife befindliche Produkte, die aus dickgelegter Käsereimilch hergestellt werden. Auch Käsearten, die aus Molke unter Wasserentzug (Molkenkäse) und die aus Topfen hergestellt sind (Sauermilchkäse), zählt man zum Käse. „Erzeugnisse aus Käse“ sind Zubereitungen aus Käse und Schmelzkäse oder Käsekompositionen, die sich aus mehreren Käsesorten zusammensetzen. Neben der Milch, den notwendigen Reifungskulturen, Gewürzen und Kräutern dürfen auch (jodiertes) Salz für den Geschmack und Beta-Carotin (Provitamin A) für die Farbe eingesetzt werden. Die Verwendung weiterer, spezieller Zusatzstoffe wie etwa Schmelzsalze oder Verdickungsmittel ist penibelst geregelt und bei uns nicht gängige Praxis bzw. müssen auf der Verpackung deklariert werden.

Reifungsarten

Beim Käse werden ca. ein Dutzend Reifungsarten unterschieden und in verschiedene Geschmackswelten zugeordnet, nämlich mild-fein, g`schmackig oder würzig-kräftig. Die Reifung kann unter anderem durch Milchsäurebakterien, Propionsäurebakterien, Edelschimmel, Rotkulturen und anderen Mikroorganismen sowie einfach oder doppelt stattfinden.

Reifung nur durch Milchsäurebakterien
Der Käse reift durch Säuerungskulturen gleichmäßig von innen nach außen.
Dazu gehöre Edamer, Gouda, Butterkäse.
Reifung durch Propionsäurebakterien in Folie
Der Käse reift in der Folie zum Teil bei 20 bis 22 Grad.
Dazu gehören: Bergbaron, Drautaler, Almkönig, Traungold.
Reifung durch weißen Edelschmimmel
Oberflächenreifung durch weißen Edelschmimmel.
Dazu gehören Camembert, Brie.
Doppelreifung
Je vier Wochen Reifung durch Rotkulturen bzw. Propionsäurebakterien.
Dazu gehört beispielsweise der Moosbacher.
Reifung mit Propionsäurebakterien mit Naturrinde
Der Käse reift bei zum Teil 20 bis 22 Grad.
Dazu gehört beispielsweise der Emmentaler.
Reifung durch Rotkulturen
Pflege der Oberfläche mit Salz und Rotkulturbakterien.
Dazu gehören Mondseer, Tilsiter, Raclette oder Bergkäse.
Doppelschimmelreifung
Reifung innen durch blauen Edelschimmel, Oberflächenreifung durch weißen Edelschimmel.
Dazu zählt beispielsweise der Dolce Bianca.
Reifung durch grünen Edelschimmel
Reifung innen durch grünen und/oder blauen Edelschimmel.
Dazu zählt beispielsweise der Österkron.

BIO INFO

Bio vom Grünland

Bio-Käse wird aus frischer Bio-Milch nach strengen Bio-Richtlinien hergestellt. Ein großer Teil der heimischen Bio-Milchbetriebe liegt im Grünland. Viele Landwirte schicken ihre Kühe im Sommer auf Almen und Weiden.

Nur Natur

Gemäß den Anforderungen der EU-Bioverordnung finden sich in Bio-Käse ausschließlich natürliche Aromen, kein Glutamat und keine gentechnisch veränderten Organismen bzw. Kulturen.

Bio-Vielfalt

Frischkäse ist hierzulande nicht nur aus Kuhmilch, sondern auch aus Ziegen- und Schafmilch in Bio-Qualität erhältlich. Ob gewürzt oder natur – bei Frischkäse kommt jeder auf seinen Geschmack.

Mehr Bio Info

JEDE REGION HAT IHREN KÄSE

Die Vielfalt des Käses hat natürlich auch etwas mit den zahlreichen Käseregionen in Österreich zu tun. Und mit den Traditionen, nach denen kreative Käsehersteller ihre Produkte herstellen. Wussten Sie etwa, dass Oberösterreich die klassische Weichkäseregion in Österreich ist? Oder dass in Tirol der Magerkäse eine jahrhundertelange Tradition besitzt, und Niederösterreich die Heimat des Schaf- und Ziegenkäses ist?

Kärnten

Käse von Freunden

Käsemäßig hat Kärnten viel, sogar alles zu bieten! Sowohl die geographische Nähe zu Italien als auch die originellen Traditionen haben ihre kulinarischen Spuren hinterlassen. Das südlichste Bundesland Österreichs ist sehr stark durch die Almwirtschaft geprägt, und die Milch wird täglich von 86 Almen geliefert. Mit Ausnahme des Rosentales wird heute in allen Tälern Kärntens Käse hergestellt. Klassische Hart- und Schnittkäse aus roher Kuh- und Ziegenmilch in den höher gelegenen Bergtälern und ihren Almen, Schaf- und Ziegenkäse in den flachen, von Hügeln gesäumten Tälern Mittel- und Unterkärntens. Eine Kärntner Spezialität, die bei keiner Kärntner Brettljause fehlen darf: Glundner Kas.

Gesamtkäseproduktion: 4.100 t
Gesamtmilchproduktion: 176.200 t
Niederösterreich

Die Heimat des Schaf- und Ziegenkäses

Typisch niederösterreichische Bauernkäse sind die verschiedenen Frischkäse, die früher aus Schaf- und Kuhmilch, heute aber oft als reine Schafmilch- oder reine Ziegenmilchkäse hergestellt werden. Diese Frischkäse haben vor allem im Alpenvorland eine Jahrhunderte alte Tradition. Der Frischkäse wird nach wie vor auf die überlieferte Art erzeugt, nur waren ursprünglich die Formen, in denen er von der Milch zum Käse reifte, Tongefäße, heute sind es meistens Kunststoffbehälter. Heute wird Frischkäse in allen Regionen Niederösterreichs hergestellt. Weichkäse, Schnittkäse und Hartkäse werden hier erst seit vergleichsweise kurzer Zeit in größeren Mengen erzeugt. Ein Streifzug durch die facettenreiche niederösterreichische Käselandschaft beginnt am besten im Waldviertel, geht über das Weinviertel ins Wiener Becken und über den Wienerwald weiter in das niederösterreichische Alpenvorland.

Gesamtkäseproduktion:  11.700 t
Gesamtmilchproduktion: 524.900 t
Oberösterreich

Heimat der größten regionalen Käsevielfalt

Heimat der größten regionalen Käsevielfalt Oberösterreich ist nicht nur ein Hochgebirgsland, sondern umschließt auch große, fruchtbare Weideanteile im Alpenvorland. Die Bodengestalt hat sich wesentlich auf die Käsekultur Oberösterreichs ausgewirkt. Im Laufe der Jahre konnte sich eine breite Kultur Schnitt-, Weich- und Frischkäse entwickeln. Mit fast 50 % des gesamten Milchaufkommens Österreichs kann das traditionelle Milch- und Butterland auch auf einen großen Facettenreichtum an Käsesorten verweisen: Mondseer, Schlosskäse, Traunseer Raclette, Bergbaron, Traungold, um nur einige zu nennen. Oberösterreich gilt außerdem als Hochburg der Frischkäseproduktion (z. B. Löffelkäse, Landfrischkäse und Rollino) und ist auch für seine Kochkäse bekannt.

Gesamtkäseproduktion: 60.300 t
Gesamtmilchproduktion: 897.100 t
Salzburg

Das Land der Käse-Weltmeister

Salzburg ist anders: Zwar fangen da und dort auch Kleinbetriebe bzw. einzelne Bauern mit der Herstellung spezieller Käse an, geprägt wird das Bundesland aber von den alten gewerblichen Strukturen der Molkereien. Hinsichtlich der Entwicklung der Milch- und Käsewirtschaft kann Salzburg in zwei unterschiedliche Regionen eingeteilt werden: einerseits das Alpenvorland (Flachgau – wo hauptsächlich Emmentaler hergestellt wird, begründet mit der guten Milch dieses durchgehend silofreien Gebietes – und der nördliche Tennengau) und andererseits die gebirgigen Regionen (Pinzgau, Pongau und Teile des Tennengaus). Zahlreiche Biokäse und Schnittkäsespezialitäten wie Hirtakas oder Seetaler stammen aus diesem Gebiet.

Gesamtkäseproduktion: 18.300 t
Gesamtmilchproduktion: 357.400 t
Steiermark

Käse in seiner höchsten Vollendung aus dem grünen Herzen Österreichs

Die Steiermark ist in puncto Käse eines der vielseitigsten Gebiete Österreichs. Neben guten alten Käsereien, die sich beizeiten umgestellt und ihre ganze Erfahrung in besondere Produkte einfließen ließen, ist eine Reihe bemerkenswerter Klein- und Privatkäsereien entstanden. 
Die steirische Käselandschaft zeichnet sich vor allem durch extreme Sortenvielfalt auf dem Spezialitätensektor aus. Neben zahlreichen Schnittkäsen wie z. B. Amadeus, Moosbacher, Dachsteiner, Erzherzog Johann und Chorherrenkäse wird auch ein Großteil der österreichischen Blau- und Grünschimmelkäse in der Steiermark hergestellt. Seit geraumer Zeit auch Weichkäsespezialitäten wie Brie, Camembert oder Weinkäse Affineur. Außerdem sorgt die Steiermark für die Hälfte der österreichischen Gesamtproduktion an Butterkäse und Tilsiter.

Gesamtkäseproduktion: 34.400 t
Gesamtmilchproduktion: 403.800 t
Tirol

Das „heilige Land“ der Käsekultur

Was die Käsekultur betrifft, präsentiert sich Tirol als absolut homogenes Gebilde. Der Schwerpunkt liegt, bedingt durch die Landschaftsstruktur, eher auf Hartkäse als auf Weichkäse. Tirols Hartkäseproduktion konzentriert sich vor allem auf das Außerfern (Lechtal und Tannheimtal), das Gebiet der Unteren Schranne zwischen Kufstein und St. Johann sowie das Zillertal und Kaiserwinkel. Alle diese Regionen sind Silosperrgebiete. Im Sommer weiden Kühe auf Almen, was zu einer besonderen Milchqualität und weiters zu einer außergewöhnlichen Qualität der Hartkäse führt. Almkäse, Bergkäse und Emmentaler gehören heute zu den besten Hartkäsen der Welt. Tirols traditionellste Käsesorte ist allerdings der Graukäse, der seit jeher aus vorgereiftem Magertopfen fast fettfrei hergestellt wird.

Gesamtkäseproduktion:  16.200 t
Gesamtmilchproduktion: 286.000 t
Vorarlberg

Die Heimat vom Original Rohmilch-Bergkäse

Mit Sicherheit nimmt Vorarlberg, liebevoll das „Ländle“ genannt, in der österreichischen Käseproduktion einen Spitzenrang ein. Die Alpinwirtschaft (hier heißt sie so und nicht, wie im restlichen Österreich, Almwirtschaft) bringt aufgrund ungedüngter Wiesen, einer besonderen Graswurz und klarer Höhenluft eine geschmacklich unerreichte Milch hervor, aus der Alpkäse, Berg- und Emmentalerkäse hergestellt werden. Die Herstellung fetter Hartkäse ist im Bregenzer Wald (wo man auch die meisten Melkalpen und Sennereien findet) und im großen Walsertal zu Hause; im Montafon produziert man nach wie vor hauptsächlich den traditionellen Sauerkäse. 40 % des österreichischen Alpkäses werden in Vorarlberg produziert.

Gesamtkäseproduktion: 9.400 t
Gesamtmilchproduktion: 135.600 t

Geschichte

Käse Geschichte

Frühgeschichte

Das Geheimnis der Käseproduktion, das vor rund 12.000 Jahren seinen Ausgang nahm, ist bis heute nicht ganz gelüftet. Wahrscheinlich war Zufall im Spiel, als man entdeckt hatte, dass Milch sauer wird und dann eindickt. Ob Milch zu nahe am Feuer oder etwas zu lange unter der Sonne gestanden war, weiß man nicht. Nachweisbar ist: Seitdem Kühe, Schafe und Ziegen gehalten werden, gibt es Käse.

Milch wurde in der Steinzeit in getrockneten Kälbermägen als Nahrungsreserve auf Jagdzüge mitgenommen. In diesen Magensäcken vermischte sich das weiße Gold mit dem Enzym aus dem Kälbermagen, dem Lab. Bis heute bildet das Einmischen von Lab die Basis für die Käseherstellung. Dieses Enzym teilt die Milch in flüssige Molke und Käsebruch. Käsebruch ist das topfenartige Rohmaterial, aus dem Käse gewonnen wird. Nomadenvölker aus dem Osten wussten, dass Käse nur langsam verdirbt. Folglich nutzten sie Käse für ihre langen, mühsamen Wanderungen. Zu unserem Glück! Denn so brachten sie die Köstlichkeit nach Europa und verzückten Griechen und Römer mit neuen Gaumenfreuden.

Käse Geschichte

Römer, Griechen und Ägypter

Auch die Römer ließen sich gerne von schmackhaftem Käse verzaubern. Sie verwendeten Milchprodukte als Salbe und Arzneistoff. Die Griechen vermuteten: Milch mache die Götter unsterblich. Für Kleopatra war Milch ein Schönheitselixier. Milch- und Molkebäder ließen ihre Schönheit in strahlendem Glanz erscheinen.

Mit gesalzenem, ungesalzenem, hartem und weichem Käse wurde im Imperium Romanum reger Handel betrieben. Aber auch bei den Germanen war Käse ein kostbares Handelsgut. 

Käse Geschichte

Mittelalter und Klassik

Impulsgeber für die Käsekultur im Mittelalter waren die Mönche in den Klöstern. Sie beherrschten das Handwerk des Käsemachens, verfeinerten die Methoden und ernteten dafür viel Ruhm.

König Karl der Große von Frankreich war ein leidenschaftlicher Käseliebhaber. Er beharrte darauf, dass jedes Jahr zu Weihnachten zwei Maultierladungen Roquefort auf sein Schloss geliefert wurden. So gelangten ausgewählte Köstlichkeiten nach Europa und erfreuen sich bis heute größter Beliebtheit.

Bis ins 19. Jahrhundert war die Käseproduktion von saisonalen Bedingungen und kulturellen Gegebenheiten abhängig. Meist war Käseherstellung Angelegenheit von Klöstern und Familien. Während in den Bergregionen vorrangig länger gereifte, würzigere Käse hergestellt wurden, waren es im Flachland die milden Schnitt- und Frischkäse.

Käseherstellung

19tes und 20tes Jahrhundert

Der Durchbruch in der Kunst der Käserei gelang Justus von Liebig und Louis Pasteuer. Justus v. Liebig erforschte die Käsegärung, Louis Pasteur entdeckte die Pasteurisierung. So gelang es, die Haltbarkeit von Käse entscheidend zu verbessern und Milch professionell zu veredeln. Louis Pasteur schaffte es, auf sehr schonende Weise, die schädlichen Mikroorganismen durch Erwärmung zu zerstören. Damit konnte Käse in vielfältiger Form und in größeren Mengen mit gleich bleibender Qualität hergestellt werden.

Die Erfindung der Zentrifuge und die Züchtung der Kühe auf mehr Milchleistung perfektionierten die hohe Kunst der Käsegewinnung. Käse avancierte zu einem Genussprodukt. In den 80er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts stand bei uns Käse ganz oben auf der Gourmetliste.

 

 

Käse Geschichte

Heute

Diese Erfolgsgeschichte hat sich bis heute fortgesetzt. Mit Sorgfalt und viel Liebe zum Käse hat ein kleiner Zirkel von Käseliebhabern Käsevariationen verfeinert und konsequent weiter entwickelt. Ihnen ist es zu verdanken, dass wir heute ein derart großes Käseangebot haben. Mit viel Engagement hat man das Wissen um die Kunst des Käsehandwerks weiter gegeben. Für das heimische Käseangebot brachte die Qualitätsoffensive der letzten fünfzehn Jahre einen großen Vorteil.

Das spiegelt sich im Käsekonsum wider, der sich in Österreich im gleichen Zeitraum verdoppelt hat. Ständige Innovationen stellen unter Beweis: Österreichische Käsekultur ist sehr lebendig und stets am Puls der Zeit. Werfen Sie einen Blick in die nächste Käsetheke, tauchen Sie ein in eine kulinarische Reise heimischer Geschmacksvielfalt und Sie sehen: Käse, das reine, naturbelassene Genussprodukt, liegt voll im Trend und ist eines der wertvollsten Lebensmittel.

Wissenswert

Wissenswert

Die Milch für Käse mit dem AMA-Gütesiegel stammt ausschließlich von Bauernhöfen, die nach den Kritereien der AMA arbeiten. Melkhygiene und rasche Abkühlung der Milch spielen dabei eine wichtige Rolle.