AMA - Marketing
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AMA - Marketing

AMA-Biosiegel

Milch und Milchprodukte

Das AMA-Biosiegel ist ein Qualitätssicherungssystem, das auf den EU-Bio-Verordnungen und dem Österreichischen Codex aufbaut. Über diese strengen rechtlichen Anforderungen hinaus, müssen Produzenten weitere Kriterien erfüllen, um sich für das AMA-Biosiegel zu qualifizieren. Konkrete qualitätssichernde Maßnahmen stellen die Naturbelassenheit biologischer Lebensmittel in den Mittelpunkt und gewährleisten ein hohes Hygiene- und Qualitätsniveau bei Bio-Lebensmitteln.

 

 

Voraussetzungen zur Zeichennutzung

Lebensmittel, die nach den Verordnungen (EG) Nr. 834/2007 und EG Nr. 889/2008 in den Ländern der EU erzeugt und mit einem Bio-Hinweis in Verkehr gebracht werden, sind mit dem EU-Biologo und der Codenummer der Kontrollbehörde oder Kontrollstelle zu kennzeichnen.

AMA-Biosiegel-Lizenznehmer müssen zum AMA-Biosiegel die verliehene Lizenznummer des Herstellers und die Unternehmensbezeichnung mit Postleitzahl und Ort des Herstellers andrucken.

 

Das AMA-Biosiegel kann auf der Vorderseite des Produkts ohne Lizenznummer abgebildet werden. Zusätzlich muss es an einem anderen Platz (seitlich oder rückseitig) mit der Lizenznummer des Herstellers abgebildet sein.

Kosten der Teilnahme

Die Kosten für die Teilnahme am AMA-Biosiegel setzen sich aus einer einmaligen Vertragserrichtungsgebühr (erstmaliger Vertragsabschluss mit der AMA-Marketing), Lizenzgebühren (dzt. keine), Kosten für die externe AMA-Biosiegel-Kontrolle und für halbjährliche Produktanalysen pro homogener Produktgruppe zusammen.

Kennzeichnungskriterien

Die Darstellung und Größe des EU-Biologos sind in der Verordnung (EU) Nr. 271/2010 geregelt.

Das AMA-Biosiegel muss in einer gut lesbaren Größe auf der Verpackung bzw. dem Etikett angebracht sein.

Wird das AMA-Biosiegel und das EU-Biologo angebracht, wird als Mindestdurchmesser die Breite des EU-Biologos gemäß der Verordnung (EU) Nr. 271/2010 empfohlen.

Die Region ist im AMA-Biosiegel durch die Farbe des Kreises und den Wortlaut im Feld auf rotem Grund erkennbar (Beispiel Österreich: roter Kreis und die Bezeichnung Austria). Ist die Verwendung von Regions- bzw. Landesfarben nicht möglich, kann das Siegel nach Rücksprache mit der AMA-Marketing in schwarz-weiß gedruckt werden.

Farbcode des AMA-Biosiegels:

Rot: Pan 032c, 100 % Magenta, 100 % yellow
Schwarz: 100 % Schwarz

Kennzeichnungsbeispiel

Das AMA-Biosiegel darf nur in der vorgegebenen Form, Farbe und Ausgestaltung genutzt werden. Eine Integration von anderen Zeichen bzw. die Aufnahme in andere Zeichen ist nicht gestattet.

Sollte aus verpackungstechnischen Gründen eine Abänderung der Vorgaben erforderlich sein, muss vorab um schriftliche Genehmigung bei der AMA-Marketing angefragt werden. Verwenden Sie eine hohe Auflösung,. damit Schrift und Zahlen im Zeichen lesbar sind.

Wir ersuchen Sie, Ihre Grafik-Vorlagen vor jedem Verpackungsrelaunch bzw. jeder Werbeschaltung auf Aktualität zu überprüfen.

  Kennzeichnungsbeispiel biosiegel
  

Herkunftsangabe bei Zutaten aus unterschiedlichen Regionen

Die rechtssichere Umsetzung der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel kann noch mehrere Jahre dauer. Wir empfehlen daher schon jetzt eine qualifizierte Information über die Herkunft der Primärzutaten.


Erfolgt bei zusammengesetzten AMA-Biosiegel-Produkten eine Herkunftskennzeichnung und stammen nicht alle Primärzutaten, bezogen auf den landwirtschaftlichen Ausgangsstoff, aus der angegebenen Region, soll/sollen im Zutatenverzeichnis die Primärzutat/en mit folgenden zusätzlichen Angaben gekennzeichnet werden:

  • Jene Primärzutat/en, die mehr als fünfzig Prozent dieses Lebensmittels ausmachen und jene Zutaten für die eine mengenmäßige Zutatendeklaration (QUID) vorgenommen werden muss, soll/sollen mit dem Ort der Erzeugung der landwirtschaftlichen Ausgangsstoffe gekennzeichnet werden.
  • Die Kennzeichnung kann entweder in Verbindung mit dem Verzeichnis der Zutaten, beispielsweise mit einem Quadrat und nachfolgend angeführten Hinweisen oder im selben Sichtfeld mit einem unmittelbar optischen Zusammenhang erfolgen. Der Hinweis auf den Ort der Erzeugung der landwirtschaftlichen Ausgangsstoffe, kann bei den betroffenen AMA-Biosiegel-Produkten auch im Internet erfolgen. Ein diesbezüglicher Hinweis muss auf der Verpackung aufscheinen.
  • Um größtmögliche Transparenz sicherzustellen, empfehlen wir, die Herkunft sämtlicher Bio-Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs anzugeben.
  • Wird die Herkunftskennzeichnung mit einem Symbol vorgenommen, können zur Erläuterung im Zutatenverzeichnis je nach Fall folgende Angaben angeführt werden:
  • „aus >>Herkunftsangabe<<-Bio-Landwirtschaft“, wenn die landwirtschaftlichen Ausgangsstoffe aus der im AMA-Biosiegel angeführten Herkunftsregion stammen; (Die >>Herkunftsangabe<< kann entweder durch Angabe der Region oder des Landes bzw. durch das Länderkürzel nach ISO 3166 erfolgen)"aus EU-Bio-Landwirtschaft“, wenn die landwirtschaftlichen Ausgangsstoffe in der EU- erzeugt wurden;
  • "aus Nicht-EU-Bio-Landwirtschaft“, wenn die landwirtschaftlichen Ausgangsstoffe in Drittländern erzeugt wurden
  • "aus Nicht-AT-Bio-Landwirtschaft“, wenn die landwirtschaftlichen Ausgangsstoffe zum Teil in der Gemeinschaft und zum Teil in einem Drittland erzeugt wurden. Jedenfalls wenn diese nicht aus österreichischem Anbau stammen.
  • Die Bezeichnungen EU-, Nicht-EU- können auch durch das jeweilige Land bzw. Länderkürzel ersetzt werden.
Beispiele für die empfohlene Herkunftsanagabe im Zutatenverzeichnis

Pfeffersalami:
Zutaten: 100 g Pfeffersalami werden aus 135 g Bio-Rind*- und Bio-Schweinefleisch* hergestellt, Bio-Speck, Bio-Pfeffer, Speisesalz Unjodiert, Bio-Gewürze, Bio-Maltodextrin, Bio-Dextrose, Natrium-L-Ascorbat (Antioxidationsmittel), Natriumnitrit (Konservierungsmittel), Speisegelatine
*aus AT-Landwirtschaft

Fruchtjoghurt 3,6 % Fett Erdbeere:
Zutaten: Bio-Naturjoghurt* 3.6 % Fett, Bio-Erdbeeren** 12 %, Bio-Rübenzucker, Bio-Aroniasaftkonzentrat, Bio-Zitronensaftkonzentrat, Stabilisator: Pektin, Bio-Johannisbrotkernmehl
*aus AT-Landwirtschaft
** aus EU-Landwirtschaft oder Nicht-AT-Landwirtschaft

Kornweckerl:

Zutaten: Bio-Weizenmehl (AT-Landwirtschaft), Wasser, Bio-Sonnenblumenkerne, Bio-Roggenschrot, getoastetes Bio-Roggenmalzmehl, Bio-Leinsamen, Bio-Sojaschrot, Bio-Vollkorn-Roggensauerteig getrocknet, Bio-Weizenkleie, Hefe, Salz, Bio-Gewürze, Bio-Weizeneiweiß, Bio-Weizenmalzmehl

Bio-Infos der EU-Kommission

Auf dieser Seite finden Sie viele Infos zu Umsetzung der EU-Bio-Verordnungen.

http://ec.europa.eu/agriculture/organic/

Dokumente

AMA-Biosiegel-Richtlinie Version 2017
Bio-Fleischerzeugnisse - AMA-Biosiegel-Richtlinie Kurzfassung
Bio-Frischfleisch - AMA-Biosiegel-Richtlinie Kurzfassung
AMA-Biosiegel-Richtlinie Version 2014 Eier Kurzfassung 27.4.2015
AMA-Biosiegel-Richtlinie Version 2014 Milchprodukte Kurzfassung 27.4.2015
Artikelliste AMA-Biosiegel
Änderungsdatum
Infobrief AMA-Biosiegel durch EK genehmigt
Infobrief AMA-Biosiegel Fachgremium
Lizenzvertrag Muster
Änderungsdatum
Stammdatenblatt
Änderungsdatum
AMA-Biosiegel Lizenzvertrag Muster
Änderungsdatum
AMA-Biosiegel Lizenznehmer
Änderungsdatum
AMA-Biosiegel Frischfleisch Liste lieferberechtigter Betriebe
Anerkannte Qualitätssicherungssysteme
Laborliste für AMA-Biosiegel Produktanalysen
Stammdatenblatt für AMA-Biosiegel-Lizenznehmer Fleisch
Bezug von zertifizierten Futtermitteln
Formular Datenänderung
Änderungsdatum
Gebührenmodell
Änderungsdatum
Informationen zum Lizenzvertrag und zur Zeichenverwendung
Kontrollstellenliste AMA Gütesiegel und AMA Biosiegel
Der WEG ZUM

Zertifikat

1

Stammdatenblatt

Senden Sie das ausgefüllte Stammdatenblatt mit Informationen zu Ihrem Unternehmen und Ihren Betriebsstätten bzw. Lohnproduzenten an die AMA-Marketing.

Download
2

Voraussetzung Bio-Zertifikat

Ein AMA-Biosiegel-Lizenzvertrag kann nur dann beantragt werden, wenn eine gültige Bio-Zertifizierung gemäß den EU-Bio-Verordnungen Nr. 834/2007 und Nr. 889/2008 vorliegt. Legen Sie dem Stammdatenblatt Ihr gültiges Bio-Zertifikat bei.

3

Artikelliste

Legen Sie dem Stammdatenblatt außerdem eine Artikelliste aller Artikel bei, die mit dem AMA-Biosiegel  gekennzeichnet werden sollen. Die Artikel sind der jeweiligen Produktgruppe zuzuordnen.

Download
4

Kontrollstellenvertrag

Voraussetzung für den Abschluss eines Lizenzvertrages ist der Nachweis eines Kontrollstellenvertrages mit einer Kontrollstelle für die AMA-Biosiegel-Kontrolle und einem Labor für die Produktanalysen. Setzen Sie sich diesbezüglich bitte mit einer Kontrollstelle und einem Labor Ihrer Wahl aus folgenden Listen in Verbindung.

Kontrollstellenliste Vor-Ort-Kontrolle
Labors für Produktanalysen

6

Erstkontrolle

Beauftragen Sie Ihre gewählte Kontrollstelle mit der Erstkontrolle und das gewählte Labor mit der  Erstuntersuchung eines Artikels der homogenen Produktgruppe.

7

Abschluss Lizenzvertrag

Wurden die Erstkontrolle und die Erstuntersuchungen positiv abgeschlossen, wird der Lizenzvertrag von der Geschäftsführung der AMA-Marketing gegengezeichnet. Sie erhalten damit das Recht zur Zeichennutzung für das AMA-Biosiegel.

Ansprechpartner

DI Simon Hofer
DI Simon Hofer

Qualitätsmanager AMA-Biosiegel

Tel.: +431331514498 E-mail senden
DI Rüdiger Sachsenhofer
DI Rüdiger Sachsenhofer

Bereichsleiter Qualitätsmanagement AMA-Biosiegel

Tel.: +431331514490 E-mail senden
Sabine Trunkl
Sabine Trunkl

Office Qualitätsmanagement AMA-Biosiegel

Tel.: +431331514471 E-mail senden